Die komsa-Abmahnung – 24 Stunden später
Update 25.01.10:

TNT bringt ein Paket von komsa. Inhalt: Ein Zettelblock samt Kugelschreiber mit der Ankündigung, dass man sich “im Zuge der entstandenen Internetresonanz” entschieden hat, einen eigenen “Blog/ck” zu erstellen. Dazu eine Einladung zur Handelstagung nach Hartmannsdorf.
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Als ich gestern über die “lustige” Abmahnung von komsa berichtete hätte ich nicht erwartet, welch gewaltige Wellen die Geschichte schlagen wird. Ich wollte mir eigentlich nur ein wenig den Ärger von der Seele schreiben. Denn ich ärgere mich über Abmahnungen, die vermeidbar wären, wenn man einfach zum Telefonhörer greifen würde oder eine kurze Mail senden würde, um die Sache zu klären. Doch hier handelte es sich noch dazu um eine peinliche Fehleinschätzung der Situation durch den Abmahnenden.
Die betroffene Firma hat den Irrtum erkannt und im Laufe des gestrigen Tages die Abmahnung zurück gezogen. So weit – so gut.
Die mediale Verbreitung in Zeiten des Web 2.0
U. a. weil es sich hier um ein klassisches David-gegen-Goliath-Thema handelt (1.200 Mann-Unternehmen mahnt 2-Mann-Unternehmen ab), verbreitete sich das Thema schnell.
Hier einige Kennzahlen, was in 24 Stunden passiert ist:
- > 800 Tweets auf den Blogbeitrag
- > 180 Kommentare & Pingbacks
- > 70 weitere Blogbeiträge zu dem Thema laut Google-Blogsuche (einige interessante Zitate folgen weiter unten)
- Platz 1 bei Google für das Abmahnthema bei Recherche nach dem Firmennamen (News schob sich einige Stunden nach Erscheinens des Blogbeitrags vor den Link zur Firmenwebsite)
- Platz 4 bei Google für das Abmahnthema bei Recherche nach “abmahnung”
- “komsa” beliebtestes Twitter-Thema am 21.01.2010 bei twitter-trends.de und twicker.net (siehe unten)
Als dann gestern Nachmittag das Thema auch auf spiegel.de publiziert wurde ging angesichts des Besucheransturms mehrfach mein Server in die Knie. Zum Glück konnte mein Server-Administrator Helmi ganz tief in die Trickkiste greifen, um den Peaks paroli zu bieten.
Eine mehrfach aktualisierte Linkliste zum Thema gibt es übrigens bei Florian Breidenbach (nichtaufregen.de).
Fundstücke
Platz 1 bei Google für das Abmahnthema bei Recherche nach dem Firmennamen (Klick aufs Bild zum Vergrößern):
“Komsa” wurde gestern schnell das beliebtestes Twitter-Thema bei twitter-trends.de (Klick aufs Bild zum Vergrößern):
Auch twicker.net sah das Twitterthema “komsa” zwischenzeitlich ganz oben (Klick aufs Bild zum Vergrößern):
Interessant ist auch der Trendverlauf und vor allem die Hashtags, die häufig zusammen mit #komsa verwendet wurden (Klick aufs Bild zum Vergrößern):
Presse-Echo
Gestern griff dann auch das “ehemalige Nachrichtenmagazin” SPIEGEL das Thema auf. Um einer Abmahnung aus dem Weg zu gehen, zeigte man im Artikel “Die lustigste Abmahnung des Jahres” nicht das Original-Firmenlogo, sondern nur einen grünen Pfeil als Anspielung darauf (Klick aufs Bild zum Vergrößern):
In der Nacht zu heute berichtete heise.de unter dem Motto “Abmahn-Super-GAU: Irrtümliche Abmahnungen gegen selbst produzierte Phantom-Werbung” (Klick aufs Bild zum Vergrößern):
Meinungen & Kommentare
Ich habe hier einige interessante Zitate herausgegriffen, die sich u. a. auch generell mit der Abmahnproblematik auseinandersetzen:
“Eine Abmahnung ist ein Angebot, bei vermeintlichen Rechtsverstößen die Angelegenheit außergerichtlich zu bereinigen. Viele Abmahnungen sind rechtlich bedenklich. Und mache Abmahnungen sind einfach nur noch zum Lachen.”
(Quelle: kerner.de)“Tja, so schnell kann man Fehler 2.0 machen.”
(Quelle: seo-woman.de)“Bestes Beispiel, wie sehr Bloggen in Deutschland funktioniert, lieferte heute die unabsichtliche Gedanken-Fehlleistung eines deutschen Unternehmens, das ohne eine Überprüfung der Tatsachen Abmahnungen an Webseitenbetreibern ins Haus flattern ließ. Die ganze Sache ging nach hinten los.”
(Quelle: kolumne24.de)“Es ist wirklich unfassbar, was sich das ein oder andere Unternehmen leistet. Allgemein verabscheue (ja, das Wort ist hart – trifft aber zu) ich Abmahnungen mit riesigem Streitwert wegen Kleinigkeiten gegen den kleinen Mann/Blogger. Die können eigentlich jeden Mal treffen und dann tappt man die nächsten Jahre in der Schuldenfalle. Muss nicht sein. Einfache Mail und das Problem lässt sich innerhalb weniger Minuten ohne Kosten aus der Welt schaffen…”
(Quelle: blockr.de)“Im Grund ist das nämlich eine schlimme Geschichte. Sie zeigt, wie normal es bereits ist, daß nicht lange gefackelt, sondern sofort mit der Abmahnkeule zugeschlagen wird.
Gerade bei einer ziemlich großen IT-Firma sollte man voraussetzen, daß der Sachverhalt erst einmal geprüft wird, zumal, wenn ganz plötzlich eine Häufung des ‘Mißbrauchs’ auftritt. Der eine oder andere IT-Mitarbeiter sollte da schon mißtrauisch werden. Offensichtlich ist aber jegliche Überprüfung unterblieben, die Abmahnschreiben wurden versandt.”
(Quelle: …Kaffee bei mir?)“Unberechtigte Schutzrechtsverwarnungen, wie z.B. aus Markenrecht, lassen beim Abgemahnten Schadensersatzansprüchen gegen den unberechtigten Abmahner entstehen.”
(Quelle: Kanzlei SEWOMA)“Der schönste Abmahn-Fail der letzten Jahre. Au wei ist das beknackt. Da fehlen selbst mir die Worte.”
(Quelle: Fefes Blog)“Comme ci – KOMSA – die Abmahnung ist da! Was Abmahnungen angeht ist man ja als Blogger einiges gewohnt. Meistens ist das ja mit unerfreulichem Stress verbunden, oft auch mit noch unerfreulicheren Kosten. Da freut man sich doch, auch mal von einer Abmahnung zu lesen, die so derart absurd ist, daß man einfach nur ganz entspannt drüber lachen kann.”
(Quelle: jensscholz.com)“Und weil der mit den Phantomdelikten so schrecklich, scheint er auch gleich ein bisschen mit den Adressen und Namen durcheinander gekommen zu sein, so dass sich aus den Kontakten bereits eine “Selbsthilfegruppe” gebildet hat, die einen sehr lustigen Tag hatte!”
(Quelle: RA Markus Kompa)“Wir schreiben heute den 21. Januar 2010. Das Jahr, also wird noch so rund 350 Tage dauern. Und doch gibt es bereits jetzt einen Kandidaten für die dümmste Abmahnung des Jahres – und es wird verdammt schwer werden, diese Geschichte zu übertreffen. Leider demonstriert sie wieder einmal, dass Juristen bei der Aussicht auf eine kostenpflichtige Abmahnung erschreckend oft genauso reflexionsfähig sind wie Junkies während der Entziehungskur.”
(Quelle: indiskretionehrensache.de)“Auch wenn die Sache jetzt aufgeklärt ist und KOMSA um Verständnis für den “bedauerlichen unternehmensinternen Fehler” bittet, sollte dies ein Zeichen für alle Anwälte und Rechtsabteilungen dieses Landes sein, die in ihrer “stumpfen Abmahnwut” das logische Denken anscheinend einfach ausschalten. Da muss mal wieder das altbekannt Sprichwort herhalten “Man sollte nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen!”. Sind wir in unserer Gesellschaft wirklich schon so weit, dass es nicht mehr in Erwägung gezogen wird ein Problem gütlich zu lösen?! Der Ober-Hammer ist ja dann noch, dass von den Betroffenen in diesem Fall Verständnis erbeten wird. Das ich nicht lache! Wenn es um den eigenen Ar… geht wird man plötzlich zum zahmen Stubentiger! Da fällt mir echt nichts mehr zu ein!”
(Quelle: alltagsgeschichten.net)“Erscheinen die Abmahnungen unverhältnismäßig, gerade wenn ein multinationaler Großkonzern einen Blogger trifft, breiten sich Wellen der Empörung durch die Bloggosphäre aus. Erscheint die Sache obendrein noch aberwitzig, z.B. aufgrund der geringen Schadenshöhe oder überzogener Streitwertansetzung, kommt ggf. noch die Ansicht auf, dass die Meinungsfreiheit unterdrückt werden soll, mündet die Empörungswelle oftmals in Artikeln in der Mainstream-Presse. Ein Imageverlust für das Unternehmen ist die Folge, woraufhin gütliche Einigungen erreicht werden.”
(Quelle: chemnitz-lebt.de)“Die Komsa AG hat ein schönes Logo: Neun grüne Pfeile weisen optimistisch nach oben rechts. Toll! Deshalb war eine Komsa-Mitarbeiterin wohl so schockiert, als sie das Pfeilchen-Logo der Firma überall im Web sah, auf wildfremden Seiten. Sie verschickte dann zur Sicherheit drei Abmahnungen, wegen unerlaubter Nutzung des Komsa-Logos. Vorwurf: ´Es besteht neben der Gefahr der Verwässerung der Markenkennzeichnungskraft ein Verdacht auf Rufausbeutung.´”
(Quelle: spiegel.de)“Na das ist ja mal ein heißes Eisen heute. Keiner hätte gedacht, dass so eine Welle hieraus wird. Ich meine die Abmahnung von 100pp wegen eines Internet Adblockers. Mittlerweile so scheint es mir, ist der Server von 100partnerprogramme.de dreimal abgestürzt, so viele wollten diesen Artikel lesen.
Respekt! Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten, die Frage ist allerdings, für wen? :)”
(Quelle: lawblog.de “Heißer Kandidat für die misslungenste Abmahnung des Jahres”, Kommentar)“Das Jahr ist noch früh. Aber ich lege mich jetzt schon fest. Das ist die lustigste Abmahnung des Jahres. Gleichzeitig stellt das für eine IT-Firma mit über 700 Mio EUR Umsatz pro Jahr eine bodenlose Peinlichkeit dar.”
(Quelle: gongmeditation.de)“Neben dem lustigen Aspekt, es ist ja wirklich ein Bilderbuch-Eigentor für ein Unternehmen, macht mich diese Geschichte aber auch sehr nachdenklich. Es bestätigt meine Gedanken dass es für Unternehmen mittlerweile normal ist sofort mit der Abmahnkeule auf alles verdächtige einzuschlagen. In Zeiten von Social Media und Web 2.0 steht in meinen Augen aber die Kommunikation im Mittelpunkt. Jedoch ist davon in diesem Falle nichts zu erkennen. Bereits ein kurzer Telefonanruf hätte diesen Fauxpas vermutlich verhindert. Ich hoffe sehr dass sich andere Unternehmen dieses Missgeschick von KOMSA als Beispiel nehmen und künftig vielleicht erst einmal das Gespräch suchen bevor existenzzerstörende Abmahnungen mit horrenden Streitsummen verschickt.”
(Quelle: netzpanorama.de)“Auweia!!! Das ist wirklich bitter – im kompletten Abmahnwahn wohl ganz vergessen, wer dafür gesorgt hat, dass die Werbung erscheint. Immer wieder ein Licht im Dunkeln der ganzen Abmahnungen, wenn so ein tolles Eigentor passiert! Dem Image des Unternehmens wirds sicher nicht dienlich sein ;)”
(Quelle: Kommentar von “kugler” auf im-dachgeschoss.de)“Michael Stehmann zitiert in seinem Kommentar dazu vollkommen richtig Matthäus 26,52: “Wer zum Schwert greift, soll durchs Schwert umkommen.” – Ich füge noch Hosea 8,7 hinzu: “Denn Wind säen sie, und Sturm werden sie ernten”. Den berechtigten Sturm der Entrüstung und des Auslachens in der Blogosphäre – und dank Google News und Spiegel Online auch in der realen Nachrichtenwelt.”
(Quelle: alexander-baumbach.de)“Den witzigsten Tweet lese ich gerade von @BrandNewWelt: “Chef!!!!! Wahnsinn. Ich habe es geschafft unser Logobanner auf ALLEN Internetseiten zu platzieren … und zwar kostenlos!” #komsa”
(Quelle: Kommentar von Tibor auf 100partnerprogramme.de)“Wo kann ein Mann noch ein Mann sein, wo ist der Westen noch wild? Wo sind die letzten Reservate für echte Cowboys? Die letzten echten Kerle, die erst schiessen und dann fragen, wo sind sie geblieben? Sind wir alle nur noch weichgespülte Konsens-Memmen?
CowboysNein, es gibt noch ein paar dieser echten Outlaws, die sich einen Dreck um unsere “Lass-uns-erst-mal-drüber-reden-Kultur” scheren. Natürlich tragen sie keine in der untergehenden Sonne funkelnden Colts mehr im tief hängenden Gürtelholster. Auch Cowboyhut, Stiefel und Sporen gehören nicht mehr zu den Accessoires der letzten Glücksritter unserer Gesellschaft. Aber ich will es nicht künstlich spannend machen: Die letzten echten Westernhelden sind die Internet-Abmahn-Anwälte.”
(Quelle: czyslansky.net)“Wer kommt überhaupt auf die Idee, statt eines Werbebanners o. ä. das Firmenlogo einzublenden? Wenn ich einen Adblocker installiere, will ich doch an der Stelle grad nix sehen. –> Wir haben das bei uns auch, weil sonst die Kollegen alle die Hotline anrufen und melden, dass das Internet kaputt ist.”
(Quelle: Kommentar von “surfgroupie” auf eltern.de)“Hätte die Unternehmensleitung beizeiten das Surfen auf Arbeit untersagt, würde sich jetzt nicht alle Welt über die grandiose Informations- und Kommunikationskultur der Komsa AG erheitern! Vielleicht hätte es auch ausgereicht, dem einen oder anderen Mitarbeiter das Internet zu sperren. Oder auch nur nachzudenken oder jemanden mit Sachverstand zu fragen.”
(Quelle: Carls Weblog)“Fazit: Die Abmahnwelle wird wohl erst aufhören, wenn die Firmen einsehen, dass sie sich mit Abmahnungen selbst mehr schaden als die (angeblichen oder tatsächlichen) Markenrechtsverletzer. Aber diese Aktion der Fa. KOMSA und die Öffentlichkeit, die sie hergestellt hat, ist ein guter Anfang…”
(Quelle: Kommentar von Gernoth Buth auf 100partnerprogramme.de)
Nebenwirkungen
Danke für mehr als 50 neue Twitter-Follower und über 26.000 Besucher hier im Blog in den letzten 24 Stunden.
Über den Autor
22. Januar 201012:50
Erlebnisse, In eigener Sache, Online-Marketing, Webmaster









[...] 13:00 – neuer artikel vom abgemahnten karsten windfelder über die ereignisse der letzten 24h: "die komsa abmahnung 24 stunden später". danke für den link übrigens share and [...]
komsa mahnt ab wegen adblocker | nicht aufregen / 22.01.2010 - 13:03Wow, was für beeindruckende Zahlen. Ich gespannt, wie es noch weiter gehen wird.
Max
22.01.2010 - 13:22
[ www ]
Bei den “Folgen” lässt man sich doch gerne mal eine Abmahnung zuschicken oder? :D Lecker Links von Heise und Spiegel an einem Tag .
Greez Subseo
subseo
22.01.2010 - 13:42
[ www ]
Einfach nur Köstlich…
Aber das wird wohl leider den ganzen abmahnwütigen Unternehmen keine Lehre sein, aber wenn der Ausgang immer so abläuft, haben wir doch immer wieder unseren Spass!
Aber super finde ich auch, dass diese Aktion auch schon auf der komsa Seite bei Wikipedia steht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Komsa
Grüße
Dennis
Dennis
22.01.2010 - 13:44
[ www ]
Was für ein Echo – super Zusammenstellung. Das sind die Momente, wo man sich ob des Echos in Form von ReTweets, Backlinks etc. schon gradezu freuen darf, abgemahnt worden zu sein. Zumal in einem solchen Fall, in dem man nichts zu befürchten hat ;-)
Frank
22.01.2010 - 13:45
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[...] 22.01.2010: Das Medienecho und der Lacher waren wohl gewaltig, wie das Affiliate-Marketing-Blog berichtet. Die Abmahnung ist mittlerweile auch zurückgezogen. [...]
Lacher des Monats : Ralph’s Blog / 22.01.2010 - 13:56[...] Karsten hat in Die komsa-Abmahnung – 24 Stunden später analysiert, was seit gestern alles passiert ist. Der Beitrag ist eine hervorragende Beschreibung, [...]
Ein Ei gelegt « …Kaffee bei mir? / 22.01.2010 - 14:37Abmahnung zum Lachen?…
Eigentlich sind Abmahnungen in Deutschland ein ernst gemeintes aber leicht zu missbrauchendes Mittel vor dem Gerichtsweg. Deshalb ist kaum jemanden zu Lachen zumute bei diesem Thema. Doch es gibt Ausnahmen, die die Regel bestätigen….
contator.net: WebWizard News / 22.01.2010 - 14:42ich schreib’s hier auch nochmal hin: es gibt einen bonustrack
http://opalkatze.wordpress.com/2010/01/21/ein-ei-gelegt/
vera
22.01.2010 - 14:44
[ www ]
mich würde mal interessieren, wieviel denn die abmahnung eigentlich kosten sollte ? Abgesehen davon sollten wirklich alle abgemahnten – ob es wirklich nur drei waren ? – mit allen zur verfügung stehenden rechtsmitteln das “unternehmen” auf möglichst schmerzhafte summen gegen-verklagen.
Selbst erst schießen und dann fragen, aber für sich selbst um verständnis winseln … wie arm ist das denn ?
max mustermann
22.01.2010 - 14:55
[ www ]
Wir haben Euren Diskurs aufmerksam verfolgt.
Leider unterlief uns bei der unrechtmäßigen Adblocker-Abmahnung ein bedauerlicher unternehmensinterner Fehler.
Noch am gleichen Tag haben wir die Abmahnung an die drei betroffenen Websitebetreiber zurückgezogen und uns in aller Form entschuldigt.
Wir haben aus diesem Fehler gelernt!
KOMSA AG, Hartmannsdorf
KOMSA AG
22.01.2010 - 15:04
[ www ]
[...] Update 22.01.2010: Die komsa-Abmahnung – 24 Stunden später [...]
Witzabmahnung von komsa an 100partnerprogramme.de » Affiliate-Marketing-Blog / 22.01.2010 - 15:12An den KOMSA-Anonymus. Eine Entschuldigung ist auf der einen Seite eine gute Sache. Alledings wird der Beobachterkreis dies einseitig und unehrlich empfunden, denn KOMSA hätte – ein echtes Vergehen der Website-Betreiber vorausgesetzt – auch nicht deren Entschuldigung eingefordert und akzeptiert, sondern juristisch argumentiert und dafür auch noch deren Bargeld verlangt. Hier sollte nachgebessert werden, dann wäre das faire Bild der KOMSA, die sonst zweifellos ein klasse Unternehmen ist, wiederhergestellt – zumindest teilweise. Auch dieser Anonymus hier ist keine echte Maßnahme zur Vertrauensbildung.
Schönes Wochenede
Hans-Peter Bauer
22.01.2010 - 15:23
[ www ]
da war ja dann bei dir echt eine menge los…hoffe hatt sich alles geklärt gruß chris
cyberchris
22.01.2010 - 15:32
[ www ]
[...] Update: Heute hat Karsten Windfelder unter dem Titel “ Die komsa-Abmahnung – 24 Stunden später ” eine Übersicht veröffentlicht die mit Zahlen belegt welche Wellen die Abmahnung geschlagen [...]
Abmahnung des Jahres – Lachen oder fremdschämen? | Netzpanorama.de / 22.01.2010 - 15:32Ich dachte, es wäre Lustig eine “Abmahnwoche” zum Gedenken an diese geile Geschichte einzurichten :) Das Logo dafür schaut so aus: http://www.kolumne24.de/wp-content/uploads/2010/01/Abwahn.jpg
Ihr könnt es frei verwenden.
Tibor
22.01.2010 - 15:57
[ www ]
Ich finde es unmöglich, was hier für ein Hype daraus gemacht wird. Da hat jemand einen Fehler gemacht, na und? Hier tun ja alle so, als hätten sie noch nie in ihrem Leben etwas falsch gemacht. Die Schadenfreude, mit der hier darauf rumgeritten und es weiterverbreitet wird, sowohl von den Betroffenen als auch von völlig Unbeteiligten, finde ich absolut widerwärtig.
GG
22.01.2010 - 16:07
[ www ]
Und wer ist GG mit der URL http://-/ ?
Natürlich ist es so, dass es gerade zu Hype gemacht wird.
Allerdings gibt hier jeder, der seine Meinung abgibt auch seinen Namen an und steht dazu was er/sie geschrieben hat.
Es kann ruhig eine Diskussion sein, denn jedem steht seine Meinung zu, allerdings dann bitte mit offenen Karten.
Und so wie es bereits weiter oben erwähnt wurde. Warum sollten man nicht seiner Schadenfreude Ausdruck geben? Ich habe noch nie von einem Anwalt, der abgemahnt hat, gehört: “Er hat ein Fehler gemacht, na und? Rein rechtlich könnte ich ihm die Hosen ausziehen, aber warum darauf rumreiten?”
Ich bin heil Froh dass solche Geschichten die Sinnlosigkeit von Abmahnwellen zeigt.
Klar gibt es gerechtfertigte Fälle… allerdings sind das die wenigsten.
Tibor
22.01.2010 - 16:13
[ www ]
Ach ja, ich finds schön, auch wenn ich gerade kaum Zeit für Netffiliate habe, das Logo findet gleich auch seinen Platz dort, es gibt einfach Dinge im großen ganzen der Marketingwelt die sind so dumm das sie schon wieder (clever) dümmer sind…
Aber es ist herrlich wie sehr man sich doch wieder darüber aufregen muss nur weil sich die paar Affiliate hier jetzt einen Spaß erlauben, aje aje aje. :D
Pascal Ladda
22.01.2010 - 16:23
[ www ]
Tibor schrieb: “Und so wie es bereits weiter oben erwähnt wurde. Warum sollten man nicht seiner Schadenfreude Ausdruck geben? Ich habe noch nie von einem Anwalt, der abgemahnt hat, gehört: “Er hat ein Fehler gemacht, na und? Rein rechtlich könnte ich ihm die Hosen ausziehen, aber warum darauf rumreiten?””
Naja, das mit der Schadenfreude ist so eine Sache. Da die Abmahnungen ja ganz offensichtlich sachlich komplett unbegründet waren, hätten die Abgemahnten natürlich auch einfach gar nix machen können. Schließlich ist eine Abmahnung ja nur eine Drohung, dass man den Abgemahnten verklagen wird, wenn er nicht vorgerichtlich einlenkt. Und wenn es nichts zu verklagen gibt, dann gibt es auch keine Drohung. Übrigens gibt es sehr wohl Anwälte und Firmen, die “auf dem kleinen Dienstweg” abmahnen. Und es gibt auch Anwälte, die auf eine Abmahnung mit einer Gegen-Abmahnung reagieren, denn wenn man lange genug sucht, dann findet man auf fast jeder Website irgendwas.
Noch ein kleiner Beitrag zur Diskussionskultur: Debatten im Web 2.0 haben die unangenehme Tendenz, sich aufzuschaukeln, und je mehr Leuite mitmachen, desto mehr entgleist bei einigen die Kinderstube. Exemplarisch war das zu beobachten bei Ute Hamelmann (“Frau Schnutinger”), die aufgrund eines missratenen PR-Blogbeitrags für Vodafone in der Blogosphäre dermaßen in Verschiss geriet, dass sie völlig entnervt ihren Blog aufgab. Nicht jeder hat Bock drauf, ohne Not das Feuer auf sich zu ziehen. Deshalb kann ich durchaus verstehen, dass mancher dann auch den Schutz in der Anonymität sucht.
Ich habe gestern mit der Pressefrau von Komsa gesprochen und sie auf den Fall aufmerksam gemacht. Sie wirkte nicht gerade obercool, sondern ernsthaft bemüht, die Sache sauber zu kommunizieren. Ja, mein Gott, was soll sie denn noch machen? Mit dem Schwert in der Hand ins Silberwäldchen gehen und sich entleiben?
Schönes Wochenende wünscht
Frank Kemper
INTERNET WORLD Business
Frank Kemper
22.01.2010 - 16:32
[ www ]
Ich habe in einem Punkt meinen Zweifel ob die Komsa Geschichte so stimmt.
Im ursprünglichen Post zitieren Sie aus der Komsa-Abmahnung folgenden Satz:
“die durch die Einschaltung einer Rechtsanwaltskanzlei entstehenden Kosten [...] aus einem Streitwert von 50.000 EUR zu erstatten.”
Mich würde an dieser Stelle einmal interessieren, ob denn jetzt tatsächlich mit der Abmahnung von Konsa eine Kostennote (eines Rechtsanwaltes) über einen Streitwert von 50.000 EUR mitgeschickt worden ist. Kann es nicht vielleicht auch sein, dass man den Satz auch so interpretieren kann, dass die Abmahnung kostenlos von Konsa erstellt worden ist und man erst in der Zukunft einen Rechtsanwalt kostenpflichtig einschalten wird. Es wird ja nicht von entstandenen Kosten, sondern von entstehenden Kosten geschrieben. Vielleicht trägt es zur Aufklärung bei, wenn man auch mal schreiben würde, was in den eckigen Klammern [...] steht und was vor dem “die” an Halbsatz weggelassen worden ist.
Durch das vor dem o.a. Auszug aus dem Komsa-Brief geschrieben Ausdruck “Und bezahlen soll ich das Ganze natürlich auch noch:” wird doch der Eindruck erweckt es handelt sich noch um eine kostenpflichtige Abmahnung – was ich bis auf weiteres bestreiten möchte.
Es hat schon eine andere Qualität, ob Konsa jetzt eine kostenlose Abmahnung irrtümlich versendet hat, oder ob diese Abmahnung kostenpflichtig (durch einen RA) erstellt worden ist.
Vielleicht kann man diesen Punkt mal klarstellen.
Warning
22.01.2010 - 16:51
[ www ]
Wenn es nicht so himmeltraurig wäre, würde ich mich kaputtlachen…
Zumindest gehe ich mit einem Lächeln ins Wochenende!
Der Redakteur
22.01.2010 - 16:57
[ www ]
Herr Kemper, ich bin in weiten Bereichen mit Ihnen, und zudem der Meinung, dass gleichermaßen in vielen Unternehmen passieren kann. Allerdings sind solche Dinge auch ein Zeichen, dass es dafür kein Eskalationsmanagement in den Unternehmen gibt und dass natürlich jeder versucht (intern) den Ball flach zu halten. Auch das ist menschlich. Man hätte blitzschnell gegensteuern müssen – vor der Eskalation! Ich hätte für jeden Betroffenen eine superaktuelles Smart-Phone und eine Flasche Schampus holen lassen, eine nette Karte dazu geschrieben und per UPS-Express an die abgemahnten versandt. In den Zeilen der Entschuldigung hätte ich noch eine Einladung ausgesprochen, das Unternehmen doch mal zu besuchen, was sich allemal lohnt, denn dort fühlt man sich spätestens nach dem Öffnen der Eingangstür in einer geborgenen Servicewelt.
Ich wette, die Betreffenden hätten längst ein entsprechendes Shit-Happens-Feedback in Ihren Blogs geschrieben, denn Fehler sind nun mal menschlich, wobei das über einen normalen Fehler weit hinaus geht, was man nicht vergessen sollte.
Hans-Peter Bauer
22.01.2010 - 16:58
[ www ]
Sehr amüsante Sache. … da läuft schon die eine oder andere Träne;)
Herr Bauer, sie glauben doch nicht, dass man mit Überhäufung von Geschenken solch eine Welle aufhalten kann? Wann ist es zu spät, was ist die richtige Reaktion, wer weiß davon, wer hat EIN INTERESSE daran, so einen genialen Reinfall nicht publik zu machen?
Durch die Geschichte hat die Seite so viel Traffic bekommen… glauben Sie mir, so ein Sahnehäppchen lässt sich kein Blogger nehmen;) Zumal in einem Affiliatenetzwerk…??
sie auch nicht, oder?
Trotz dieser phänomenalen IT-Gurke würde ich aber raten, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben;) Ich persönlich finde da die GEZ schlimmer;)
Richard Schmidt
22.01.2010 - 17:05
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@Bauer
Wobei ich bezweifel, dass sich Herr Windfelder mit der Flasche Schampus zufrieden gegeben hätte. Die so entstandene und vom ihm befeuerte virale Marketing-Kampagne auf Kosten von Konsa ist doch für ihn viel wertvoller…
Warning
22.01.2010 - 17:06
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> Ja, mein Gott, was soll sie denn noch machen?
Zum Beispiel den Betroffenen als kleine Entschädigung für diese Unverschämtheit einfach die Beträge auszahlen, die die Anwälte zuvor frech eingefordert haben.
Anders herum:
falls – rein theoretisch – der ursprüngliche zugrunde liegende Sachverhalt tatsächlich abmahnenswert gewesen wäre, hätte denn die Firma eine ehrlich gemeinte Entschuldigung der kleinen Blogger jemals akzeptiert und angenommen?
Mitnichten! Sie hätten sie durch die bestellte Kavallerie gnadenlos exekutieren und niederreiten lassen, ohne mit der Wimper zu zucken.
Widerlich, das ganze.
Und daher ist es gut so, wie der Gegen-Hype jetzt läuft.
Gravenreuth im Knast, Komsa am Pranger.
OK, ich habe noch Popcorn. Wer will als nächster, bitte?
Ralf
22.01.2010 - 17:09
[ www ]
@warning (Kommentar 16:51 Uhr)
Ich wurde aufgefordert, eine strafbewährte Unterlassungserklärung mit u. a. folgendem Passus zu unterschreiben:
“die durch die Einschaltung einer Rechtsanwaltskanzlei entstehenden Kosten [...] aus einem Streitwert von 50.000 EUR zu erstatten.”
Hätte ich dies getan, hätte ich mich diesem Punkt unterworfen – richtig?
Mit “Und bezahlen soll ich das Ganze natürlich auch noch” habe ich genau dies gemeint.
In den eckigen Klammern stand nicht in dieser Sache Wesentliches. Es wurde auf das entsprechende Gesetz verwiesen und die Höhe der Geschäftsgebühr (Faktor) genannt.
Wie beschrieben kam die Abmahnung von der KOMSA-Anwältin. Ich habe nicht dargelegt, ob die Abmahnung kostenlos oder kostenpflichtig war.
Die Höhe der möglicherweise fällig werdenden Vertragsstrafe erachte ich als das größere Risiko als die Kosten für eine Abmahnung.
Karsten Windfelder
22.01.2010 - 17:16
[ www ]
@Frank:
Es ist nun mal so, dass man sehr wohl auch Mist schreiben darf, denn dafür ist die Meinungsfreiheit da. Ich habe in meinem Blog, mal von den ganzen Rechtschreibfehlern abgesehen bestimmt das eine oder andere Mal wirklich Mist geschrieben. Ich lasse hierbei allerdings auch die dementsprechenden Kommentare zu. Es juckt mich schlicht und einfach nicht. Soweit die Kommentare ein gewisses sprachliches Niveau haben und nicht unter die Gürtellinie gehen, sollen die Leute doch meine Kolumnen regelrecht zerreissen. Denn wenn das losgeht, hau ich einfach eine TKP-Buchung auf meine Seite und schüre das Feuer zusätzlich *lach*
Nein mal ernsthaft: Wer im Netz seine Meinung äußert, sollte einfach auch dahinter stehen können. Die Meinung muss nicht dem der Allgemeinheit entsprechen. Das hatten wir ja bereits in der Diskussion rund um das Thema “Sind die Netzwerkgebühren gerechtfertigt” Es gibt immer zwei Möglichkeiten: Entweder ich stehe zu dem was ich gesagt habe, weil ich der Meinung bin, dass das richtig ist. Oder ich schreibe einfach einen Nachtrag in dem ich die Einsicht zeige, dass das was ich von mir gegeben habe nicht gut war.
Appropos Einsicht: Ich bin vollkommen der Meinung von meinem Namensvetter, Herrn Bauer. Echtes Eskalationsmanagement wäre es gewesen, von vornherein dem ganzen die Wind aus den Segeln zu nehmen, öffentlich auf der Webseite VOR dem Hype eine Stellungnahme abzugeben und wie Sie geschrieben haben, durch eine Geste die Wiedergutmachungsbereitschaft (welch geniales Wort) zu zeigen. Musste wirklich erst der Herausgeber einer National bekannten Internetzeitschrift die Firma darauf aufmerksam machen, was hunderte von Twitterern und Bloggern den ganzen Tag diskutierten? Hat eine Firma, die zwar Mitarbeiter hat, die anscheinend während der Arbeitszeit auf seiten wie 100pp surfen, und die sich micht Internettechnologien beschäftigt wirklich keine Ahnung gehabt was da abgeht? Oder hatten sie nicht mit der viralen Wirkung einer starken Bloggemeinde gerechnet?
Mein letzter Beitrag http://tinyurl.com/yhko2cz passt hier wirklich wie die sprichtörtliche Faust aufs Auge.
Tibor
22.01.2010 - 17:23
[ www ]
@windfelder
Mir war das nicht klar, dass die Abmahnung von einer RAin geschrieben wurde. Aber der erste Beitrag ist ja insgesamt mit seinen ganzen Zitatsfetzen etwas wirr geschrieben würden.
Aber, das macht die Sache ja noch misteriöser…
Wenn da eine externe RAin eingeschaltet war, die wäre ja gar nicht von dem Addblocker betroffen gewesen. Wenn sie sich die entsprechenden Seiten auf ihren PC hätte angeschaut, dann hätte das Logo da ja gar nicht erscheinen dürfen…
Warning
22.01.2010 - 17:26
[ www ]
Mich würde eher interessieren, welche rechtlichen Möglichkeiten die Abgemahnten in diesem Fall gehabt hätten. Wie weiter oben schon mal erwähnt, hat die Firma ja auch nicht vorher nachgefragt, sondern das schwere Geschütz aufgefahren. Die Betroffenen haben erstmal zum Telefon gegriffen. Aber sie hätten bestimmt genauso “pissed-off” reagieren können – mit Anwalt und drumrum.
So wie es jetzt gelaufen ist, konnte die Firma gar nicht verlieren. Klar, man hat jetzt den PR-Gau, der sich auf Jahre im Netz unter dem Namen KOMSA wiederfindet. Aber seien wir ehrlich! Wie oft kommt das wirklich vor?
Die Diskussion sollte m.E. auf die Meta-Ebene gehoben werden. Dieser Fall macht deutlich, dass die Geldgier der Anwälte und Firmen den gesunden Menschenverstand ausschaltet. Dem muss auf politischer Ebene ein Riegel vorgeschoben werden. Das hätte in diesem Falle der Firma KOMSA eine Menge Ärger erspart ;)
Ralph
22.01.2010 - 17:26
[ www ]
Frank Kemper schrieb: “Da die Abmahnungen ja ganz offensichtlich sachlich komplett unbegründet waren, hätten die Abgemahnten natürlich auch einfach gar nix machen können. Schließlich ist eine Abmahnung ja nur eine Drohung, dass man den Abgemahnten verklagen wird, wenn er nicht vorgerichtlich einlenkt. Und wenn es nichts zu verklagen gibt, dann gibt es auch keine Drohung.”
Eine “Drohung” wird nicht inexistent, weil ihr die Grundlage fehlt. Die Abmahnung führt ja zu einer Reaktion des Abgemahnten, die ja durch die Androhung der Klage erreicht werden soll. Damit hat die “Drohung” ja bereits ihr Ziel erreicht, bevor der Abgemahnte merkt, dass ihr die Grundlage fehlt. ;)
Oliver Holz
22.01.2010 - 17:33
[ www ]
Der Firma Komsa wäre eine Menge Ärger ersparrt geblieben, wenn Sie sich an einen KOMPETENTEN Rechtsanwalt gewandt hätte. Der hätte seriöserweise sich die beanstandeten Angebote auf SEINEM Rechner noch einmal angeguckt und gesichert und dabei festgestellt, dass dort überhaupt keine Markenverletzungen vorliegen. Die ganze Sache wäre als interne Betriebs-Annekdote im Sande verlaufen.
Hier hat der Gesetzgeber überhaupt nicht einzugreifen! Ganz im Gegenteil: Wenn es tatsächlich so gewesen wäre, dass hier eine Markenverletzung vorliegt, also jemand außerhalb des Addblockers das Logo benutzt, dann wäre die Abmahnung in jeder Hinsicht berechtigt.
Versteh jetzt überhaupt nicht, warum man jetzt aufgrund eines individuellen Fehlers nach dem Gesetzgeber (politische Ebene) gerufen wird.
Warning
22.01.2010 - 18:19
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Gab’s denn jetzt eine Entschuldigung bei einem der drei? Oder steht das nur auf der Seite von denen? Oder war’s gar eine Guerilla-Aktion? Wenn ja, dann fand ich die ziemlich gut! :)
Steffi
22.01.2010 - 18:43
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[...] “Witzabmahnung von komsa an 100partnerprogramme.de” (+ Fortsetzung: “Die komsa-Abmahnung – 24 Stunden später“) [...]
Wenn eine Abmanung zur großen Lachnummer wird « Rechtler / 22.01.2010 - 18:58Ich habe in Sachen Abmahnung schon meine Erfahrungen gemacht und da gab es in KEINEM der Fälle irgend ein Verständnis FÜR MICH auf Seiten des Abmahners, obwohl es sich in ALLEN Fällen um Bagatellen gehandelt hat.
Es war stets so, dass wenn die Abmahnkeule einmal am Schwingen war, diese auch mit voller Gewalt durchgezogen wurde. Groß gegen Klein. Anwalt gegen Websitebetreiber. Riesenfirma gegen 1-Mann-Betrieb. Paragraphenzitierende Wortgewalt gegen eingeschüchterten Webmaster. Peanutsbeträge für den Abmahner gegen Monatsgehalt eines kleinen Selbstständigen.
In allen Fällen hätte sich die Sache leicht klären lassen können, wenn man Kontakt aufgenommen hätte.
@Steffi
Ja, es gab ein Schreiben, in dem auf den “bedauerlichen Irrtum” hingewiesen und für mein Verständnis gedankt wurde.
Finde ich immer bemerkenswert, wenn man mir für mein Verständnis dankt, ohne zu wissen, ob ich Verständnis aufbringe.
Karsten Windfelder
22.01.2010 - 19:21
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Dass Sie, Herr Windfelder, bei früheren Abmahnungen jeweils relativ kalt erwischt wurden ist verständlich und ich erinnere mich meine erste Abmahnung 1978 bekommen zu haben. Die kam aber so, wie man sich das heute wünscht und war via IHK kostenlos – weil die Gesetzeslage nicht mehr hergab. Seither ist das UWG mein Steckenpferd, was so mancher Abmahnspezialist schon spüren durfte – auch der hier schon erwähnte gräfliche.
Gerade wegen der Situation, dass keinesfalls der Hausjurist eine Abmahnung mit Kostennote versenden kann, macht die Sache eben nicht zu einem einfachen menschlichen Fehler, den man mit einem „sorry“ wegsteckt. Hier transportierte die hausinterne Rechtsabteilung das Thema zum externen Juristen und der war oberflächlich genug, das nicht näher zu evaluieren. Kein Wunder, den drei solche Fälle bringen knapp 5.000 Euro in die Kasse und es gab wohl die Hoffnung auf Nachschub. Das Wort Abmahnung scheint genau aus diesen Gründen ein Schlüsselwort zu sein.
Was man so liest, war doch schon vorgestern klar, dass man hier etwas losgetreten hat. Da aber die Juristerei und das Marketing meilenweit auseinander liegen, fühlte sich niemand bemüßigt hier aktiv zu werden, geschweige dann, das Thema zu eskalieren, hat man doch von den Abläufen im Internet keine Ahnung – wozu auch.
An Stelle des Vorstandes hätte ich den eigenen Anwälten und deren Bereichsleitung ein Konzept auszuarbeiten aufgegeben, mit dem Titel, solche Vorgänge zukünftig zu vermeiden, in feinster Ausarbeitung, bis zum kommenden Montag 9:00 Uhr. Fristsetzungen sind den Herrschaften sonst ja geläufig.
Tatsächlich wäre der Schuss – sofern die abgemahnten nicht reagieren oder selbst zum Anwalt gegangen wären – noch viel vehementer nach hinten los gegangen, insofern wäre hier das Kostenrisiko praktisch null – abgesehen vom Ärger und dem ganzen Prozedere. Marketingmäßig ist es ein Supergau, denn was zu lesen war, ist einer der Abgemahnten aus der Branche und die anderen Handelspartner haben nun ihren sonst perfekten Lieferanten von einer Seite kennengelernt, die sie zweifellos nicht kennen wollen und verachten. Der Lack ist also erst mal ab.
Ob man daraus gelernt hat? Bei KOMSA sicher, andere Mitleser werden sich das nicht vorstellen können: “Bei uns doch nicht”. Aber die Uhr tickt.
Hans-Peter Bauer
22.01.2010 - 20:14
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Zitat von Tibor:
“Ich dachte, es wäre Lustig eine “Abmahnwoche” zum Gedenken an diese geile Geschichte einzurichten :) Das Logo dafür schaut so aus: http://www.kolumne24.de/wp-content/uploads/2010/01/Abwahn.jpg…”
Ende des zitats.
Tibor, ich mahne Dich hiermit ab (den genauen juristischen wortlaut kannste ja bei Karsten nachlesen), weil du in obigem link unberechtigt einen firmennamen eingebaut hast. Erschwerend – und die abmahnungsgebühren um den kostenfaktor 3 erhöhend – kommt hinzu, daß Du außerdem auch noch versucht hast, dies zu verschleiern :
http://www. KO lu M ne24.de/wp-content/upload S /2010/01/ A bwahn.jpg
max mustermann
22.01.2010 - 23:01
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Hat sich jemand eigentlich mal deren Website angesehen? Was steht da ganz groß?
“Unsere Branche: Telekommunikation – Informationstechmologie”
OMG. Das kann doch nicht war sein.
Donut
22.01.2010 - 23:18
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Könnte man nicht “zurück schiessen” und diese unbegründete Abmahnung nicht z.B. bei der Anwaltskammer melden?
.
DaMan
23.01.2010 - 09:06
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Jetzt mal ganz ehrlich: PR-Super Gau! Glaubt ihr das ehrlich!?
Nur weil ein paar Blogger Ihre “Klotüren” mit ihrem “Dümmster-Abmahner-aller-Zeiten”-Gegröhle vollgeschmiert haben, es ein paar Twitter-Tweets hat, SpOn eine klitzekleine Meldung Online gestellt hat – das hat der Firma Komsa sicherlich nicht nachträglich geschädigt.
Hier überschätz sich die Bloggosphäre mal wieder maßlos…
Warning
23.01.2010 - 10:25
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wenn sich schon die leider seltene gelegenheit ergibt, den abmahngeiern eins auszuwischen, dann sollte man diese chance beim schopfe packen und bis zur neige auskosten. Im idealfall gehen der auftraggeber und seine bescheuerte rechtsverdreherin pleite – anderen geiern zur warnung.
Ich würde z.B. prüfen, ob die nicht eine niederlassung in einem land (USA?) haben, in dem schadensersatz-/schmerzensgeldsummen gezahlt werden, die richtig weh tun, und ob man sie nicht in dem betreffenden land verklagen kann.
Außerdem: wie hier schon jemand schrieb: es finden sich, wenn man sucht, auf fast jeder website abmahnfähige tatbestände … vielleicht ja auch bei KOMiker-Schreiben-Abmahnungen (zitat, stammt nicht von mir)
Interessanter link zum thema (auf heise.de und heute mittag in c’t tv):
http://www.heise.de/newsticker/meldung/c-t-magazin-tv-Abmahnen-statt-verkaufen-910804.html
max mustermann
23.01.2010 - 10:32
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Jetzt melden sich hier ja die richtigen Experten zu Wort…
Warning
23.01.2010 - 10:36
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Ja, Abmahnungen sind gar nicht witzig, und wenn es nur “ein Monatsgehalt” war, dann ist man noch gut davongekommen – es gibt Leute, bei denen waren es die Ersparnisse von 20 Jahren, denn Abmahnungen und die dann im Normalfall durchaus folgenden weiteren “Rechtsmittel” können auch Privatleute treffen.
Allerdings würde ich dann nicht gerade etwas von kerner.de als erstes Zitat bringen. Der Herr Sack ist auch nicht grad der netteste Zeitgenosse, wenns um Rechtsmittel geht:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/1/1010/1.html
Peter H.
23.01.2010 - 10:55
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#
Herrrrrrrrlisch!
Was mir das Lachen verdirbt ist die Gier.
Fällt das Wort Abmahnung haben alle die $-Zeichen in den Augen, von wegen [...] Es besteht [..] Gefahr der Verwässerung der Markenkennzeichnungskraft [...] Verdacht auf Rufausbeutung [...]. Schnecken, schnell Kohle machen wollen und vor lauter Gier am eigenen Geifer verschluckt.
Mehr zum Thema Witzabmahnung von komsa an 100partnerprogramme.de » Affiliate-Marketing-Blog auf null
Walter Erwin Salz
23.01.2010 - 11:34
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Da bleibt mir das Lachen im Hals stecken. Firmen hetzen ihre Rechtsabteilung auf jeden möglichen Rechtsverstoß wollen sofort Geld. Falls man sich mal getäuscht hat soll es dann mit einer Entschuldigung erledigt sein. Ich könnte mich nicht selbst gegen eine Rechtsabteilung wehren und selbst eine Erstberatung beim Anwalt wegen einer ziemlich offensichtlichen Falschabmahnung ist recht teuer.
Claudia
23.01.2010 - 12:31
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[...] es dann später aussieht – Die komsa-Abmahnung – 24 Stunden später Mehr als 800 Tweets auf den Blogbeitrag von 100partnerprogramme.de und viele neue Beiträge zum [...]
Abmahnung.. und mediale Verbreitung in Zeiten des Web 2.0! « xxl-killababe berlin wordblog / 23.01.2010 - 17:57Zitat Warning:
“Nur weil ein paar Blogger Ihre “Klotüren” mit ihrem “Dümmster-Abmahner-aller-Zeiten”-Gegröhle vollgeschmiert haben, es ein paar Twitter-Tweets hat, SpOn eine klitzekleine Meldung Online gestellt hat – das hat der Firma Komsa sicherlich nicht nachträglich geschädigt.”
Also ich kaufe dort nicht mehr! Sonst war ich dort Kunde! Gibt noch andere auf dem Markt. Sollche Abmahner toleriere ich ganz und gar nicht.
Ganz schön verkommene Gesellschaft. Es sollte wieder ein Miteinander geben und nicht diese Assgeiermentalität.
Der Kater
23.01.2010 - 18:07
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@der Kater
Haben Sie denn dort schon jemals etwas gekauft? Die Firma Komsa ist für Abiturienten und Studenten wahrscheinlich 3 Nummern zu groß. Komsa ist ein Großhandel und im B2B-Bereich werden die Entscheidungen nicht aus dem Bauch raus getroffen. Klugscheissen reicht nicht!
Warning
23.01.2010 - 20:17
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Lieber Herr Mustermann,
ich muss Sie leider zurück-abmahnen, weil Sie öffentlich meinen Blognamen und damin zusätzlich einen werbeunwirksamen Link ohne mein Einverständnis hier hinterlassen haben.
Die Gebühr muss ich mir noch überlegen, dazu sollte ich vielleicht die Rechtsanwälte der hier bereits mehrfach erwähnten Firma zu Rate ziehen. Ich denke mal, die werden momentan eh nicht so viel zu tun haben :)
Tibor
23.01.2010 - 20:26
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@ Warning
Was haben Sie an dem Satz nicht verstanden, das ich dort Kunde war/bin?
Bitte halten Sie sich etwas mit Ihren vorschnellen Äußerungen zurück!
Der Kater
23.01.2010 - 23:07
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@warning
Warum so aggressiv? Warum so verärgert? Arbeiten Sie bei Komsa in der Rechtsabteilung? Sind Sie Abmahnanwalt? Oder verdienen Sie anderwertig Geld durch Abmahnungen und befürchten durch die wie Sie meinen “sich maßlos überschätzende Bloggosphäre” Umsatzrüchgänge? Fragen über Fragen @warning
Walter Erwin Salz
23.01.2010 - 23:55
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Für die Firma ist es fürwahr ein Supergau, dank des beherzten Eingreifens der Bloggergemeinde.
Was jedoch lässt sich gegen die Organgewalt einer Kleinstadt ausrichten, die Blogger mit Gesamtstreitwerten jenseits der EUR 70.000 mundtot machen wollen????
Siehe: http://kinderklau.blogspot.com/
Franz Romer
25.01.2010 - 01:30
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Die freie Meinungsäußerung von Warning zeigt, wie wichtig es ist, dass sich die Internet-Community wehren kann – wie dieses Beispiel deutlich zeigt.
Es gibt anscheinend immer noch Menschen, die es richtig finden, dass man sich jedes x-beliebige Wort, jede primitive Zeichnung, jede “Erfindung”, die bereits jahrelang genutzt wird oder jedes primitive Allerweltsfoto schützen lassen kann. Ich spreche hier nicht von wahren geistigen Errungenschaften, wofür man zur Entwicklung viel Geld ausgegeben hat und die einen Schutz verdient haben, sondern von lächerlichen Dingen wie Alltagsbegriffe oder drei Pfeilen, die sogar meine 2jährige Tochter zufällig hinbekommt.
Man schaue nur mal in die wöchentlichen Eintragungen des Markenschutzregisters. Es gibt mittlerweile fast kein Wort mehr aus der deutschen Sprache, das nicht geschützt ist. Ich wette, jede Website kann abgemahnt werden. Einfach, weil es ein Irrsinn ist, sich regelmässig intensiv damit zu beschäftigen, ob etwas geschützt ist oder nicht oder sonst eine beknackte Regel zuschlägt.
Es ist unbestritten, dass viele Anwälte und Unternehmen nur davon leben, andere abzumahnen. Ich gönne jedem Riesengewinne, aber nicht auf Kosten anderer. Es wird immer auf gierige Banker geschimpft. Zurecht. Aber gierige Abmahner sind ein noch schlimmeres Übel der Gesellschaft.
Wer es ernst meint, schreibt einen netten kostenlosen Brief. Zu über 90% wird es sich schnell klären – als Irrtum, Versehen, Mißverständnis, Unwissenheit darstellen. Die restlichen vermutlich unter 10% bewussten Contendiebe kann man dann immer noch mit der vollen Härte des Gesetzes zur Strecke bringen.
Die Politik ist hier in der Tat gefragt. Denn es sind gerade die Politiker, die sogar fordern, man müsse die Urheberrechte noch stärker schützen. Dadurch bereichert man aber vor allem die Abzockabmahner. Die Gesellschaft verroht dadurch immer mehr. Ich will keine Leute wie Warning. Ich will keine Menschen, die die Moral völlig ausblenden und nur strikt nach Rechtslage handeln. Gewinnen können dadurch nur die Ausbeuter, die von der Politik unterstützt werden!
KOMSA hat diese “Werbe”kampagne nicht verdient, weil sie mehrere Fehler gemacht haben (der Datenschutz bei der Adressierung wurde hier ja z.B. noch kaum erwähnt), sondern weil ihr netter und lustiger Chef (wie hier geschrieben wurde) einfach auch jede Moral verloren hat und gleich den Anwalt anschaltete. Es ist nur schade, dass die vielen anderen Vorschnell-Abmahner ungeschoren davonkommen. Noch!
Im Grunde müsste man eine Abmahncommunity gründen und dort jede Abmahnung mit Namen des Unternehmens und des Anwalts erwähnen, vor allem, ob sie moralisch berechtigt war oder nicht.
Frank Schulze
25.01.2010 - 03:21
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@Frank Schulze:
Komsa kenne ich auch noch aus den Anfangsjahren der D-NetzTechnik als netten und guten Geschäftspartner.
Eine derartige “Abmahncommunity” gibt es, sie heißt Abmahnwelle e.V. (www.abmahnwelle.de).
Allerdings wurde sie von den ganzen Abmahnabzockern massivst unter Beschuß genommen. Manche Aktiven endeten schließlich in der Psychatrie, weil sie der nervlichen Belastung nicht mehr gewachsen waren – manch unterbeschäftigte Juristen-Bosnickel schickte 5 Faxe am Tag, ließ Mitglieder der Abmahnwelle alle 2-3 Tage bei der Polizei anrücken für irgendwelche unsinnigen Aussagen.
Ich wurde zu den Messeterminen, von denen ich als Fachjournalist lebe, von einem bekannten Abmahnanwalt regelmäßigst attackiert, der wußte, daß ich an diesen Tagen nicht zuhause, sondern in Berlin bzw. Hannover war, in der Hoffnung, mich so überrumpeln und in einen langwierigen und teuren Prozeß ziehen zu können. Die Folge war, faß ich meine Artikel nicht zeitnah liefern konnte und so Aufträge verlor, sodaß ich irgendwann nur noch über Abmahnungen schreiben konnte, doch nicht mehr über Funktechnik, bzw. er hoffte, mir meine E-Mail-Adressen so abnehmen zu können, wie er es bei der TAZ versucht hat. (Das hat ihm nun eine Haftstrafe eingebracht, aber nur, weil er dabei erwischt wurde, die Unwahrheit zu sagen, nicht wegen des zugrundeliegenden Verhaltens).
Begonnen hatte das alles 2000, weil ein Sender meien E-Mails innert 51 Stunden wollte und ich meinte, es gäbe sowas wie Privatsphäre in Deutschland.
Auch akut läßt wieder jemand die Jura-Keule los….das ist so typisch deutsch: Statt seinen eigenen Kram auf die Reihe zu bringen, greift man andere an. Die Folge ist leider, daß sich Arbeit nicht lohnt: Sobald ich mich mal wieder mit meinen eigentlichen Fachthemen beschäftige, kommt wieder ein Jurageier und macht die Arbeit von Monaten und Jahren zunichte! Aber dann wundern die Herren sich, wenn ich über sie schreibe und ihre miesen Machenschaften offenlege – was anderes bleibt einem ja nicht, wenn man nie in Ruhe gelassen wird. Es hat ja gar keinen Zweck, über Amateurfunk oder Fotografie zu schreiben – das dulden die Juristen nicht.
Das Abmahnen und Klagen ist etwas, an dem Deutschland noch zugrunde gehen wird, weil es einem als anständiger Mensch überhaupt nicht mehr möglich ist, hier auf einen grünen Zweig zu kommen. Ich habe bis heute die Schulden aus der Attacke von 2000 nicht abtragen können, und mit anständiger arbeit ist dies auch in Deutschland gar nicht möglich. Höchstens, indem ich mich auch auf solche Drecksgeschäfte einlasse…
DL2MCD
25.01.2010 - 08:13
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[...] des Affiliate-Netzwerks 100partnerprogramme.de, berichtete auf seinem Blog die Geschichte der wohl peinlichsten Abmahnung aller Zeiten. Karsten Windfelder war sich keiner Schuld bewusst, als er die Abmahnung der Firma KOMSA bekam. Die [...]
Links #27 Gewinnspiel, Social Icons, Wordpress Theme, Bürostuhl und eine Abmahnung | NETZ-ONLINE / 25.01.2010 - 11:19[...] muss! Eine Analyse/Zusammenfassung wie die Reaktionen auf die Abmahnung waren hat Karsten in diesem Post [...]
Komsa aus Mannheim? | Steffen Bastian – Blog / 25.01.2010 - 21:39[...] Weitere Informationen gibt es hier und hier. [...]
Dümmste Abmahnung des Jahres 2010 | Tagebuch eines Internetjunkies / 03.02.2010 - 16:01[...] so schnellen Bekanntheitsgrad, dass die Server die Besuchermenge nicht mehr packen, wie z.B. bei Karsten Windfelder: Als dann gestern Nachmittag das Thema auch auf spiegel.de publiziert wurde ging angesichts des [...]
Facebook-Facts | SEOwoman / 07.02.2010 - 23:38[...] Quelle: kerner.deWeitere Informationen gibt es hier und hier. [...]
Erst denken dann Abmahnen! « KAfS Blog / 19.02.2010 - 13:18