Begrüßungsmoment Während einer Videoübertragung von Influencern nutzen vier junge Studenten ein Smartphone und drahtlose Verbindungen, um Online-Inhalte in sozialen Medien zu erstellen

Cross-Influencer-Content: So baust du starke Kooperationen auf

Influencer-Marketing ist mittlerweile fester Bestandteil von Online-Strategien. Das erweiterte Potenzial liegt dabei in der Kooperation: Beim so genannten Cross-Influencer-Content bündeln mehrere Influencer ihre Reichweite und Kreativität mit enormen Synergieeffekten für alle Beteiligten.

Was ist Cross-Influencer-Content?

Cross-Influencer-Content bezeichnet die gezielte Zusammenarbeit von Influencern, etwa aus ähnlichen Nischen oder mit gleichen Zielgruppen, um gemeinsam Content zu erstellen, zu verbreiten und so maximale Reichweite zu erzielen.

Beispiele für Cross-Influencer-Content

  • Gemeinsame Videoformate auf YouTube oder TikTok
  • Geteilte Instagram Reels oder Stories
  • Podcasts mit wechselnden Gast-Hosts
  • Content-Serien, bei denen jeder Influencer eine neue Episode übernimmt

Anders als beim klassischen Shoutout entsteht bei dieser Form des Influencer-Marketings echter Mehrwert für die Communities, weil die Kooperation sowohl authentisch als auch inhaltlich durchdacht ist.


Vorteile von Cross-Influencer-Kampagnen

Cross-Influencer-Kampagnen können also auch im Rahmen des Online-Marketings gewinnbringend eingesetzt werden.

  • Erweiterte Reichweite: Du sprichst die Community aller beteiligten Influencer an und profitierst von deren Vertrauen.
  • Glaubwürdigkeit: Kooperierende Accounts wirken weniger werblich, da der Fokus auf Inhalt und Gemeinschaft liegt.
  • Neue Zielgruppen: Die Überlappung zwischen den Followern ist oft gering, wodurch viele neue Kontakte entstehen.
  • Organischer Boost: Plattform wie Instagram und TikTok belohnen kollaborativen Content oft mit besserer Sichtbarkeit.
  • Mehr Sales: Gerade bei Affiliate-Aktion können geteilte Rabattcodes, Challenges oder Empfehlungen performancestark sein.

Erfolgreiche Kooperationen aufbauen: So geht's

1. Die richtigen Partner finden

Identifiziere Influencer, die thematisch zu dir oder deiner Marke passen, eine ähnliche Zielgruppe ansprechen und offen für neue Formate und Austausch sind.

Achte weniger auf absolute Followerzahlen, sondern auf Engagement und bereits vorhandene Verbindungen zwischen den Zielgruppen. Tools wie influData, Storyclash oder Reachbird helfen bei der Recherche.

2. Gemeinsame Ziele definieren

Im Mittelpunkt sollte immer der Mehrwert für die Zuschauer stehen. Kläre gemeinsam mit deinen Partnern:

  • Was wollen wir gemeinsam erreichen? (zum Beispiel Awareness, Engagement, Conversion)
  • Wie messen wir unseren Erfolg? (zum Beispiel Views, Klicks, Sales)
  • Wie integrieren wir Affiliate-Links oder Partneraktionen sinnvoll?

3. Kreatives Konzept entwickeln

Ein starkes Konzept ist die Basis für erfolgreichen Cross-Influencer-Content. Überlegt gemeinsam, welches Format zu euren Zielen, Plattformen und Zielgruppen passt und wie ihr dabei kreativen und inhaltlichen Mehrwert schafft.

Mögliche Formate sind:

  • Challenges: Jeder Beteiligte veröffentlicht eine eigene Variante eines Themas.
  • Takeovers: Ein Creator übernimmt für einen Tag den Account des anderen.
  • Interviews oder Q&As im Doppel: Als Video, Podcast oder Livestream umsetzbar.
  • Content-Serien: Jede Folge kommt von einer anderen Person, bleibt aber thematisch verbunden.

Achtet darauf, dass das gewählte Format zu euch passt, authentisch wirkt und für alle Seiten funktioniert, sowohl hinsichtlich Reichweite als auch möglicher Monetarisierung über Affiliate-Links oder Rabattcodes.

4. Technische Umsetzung

Relevante Plattformen bieten heute zahlreiche Tools für Co-Creation:

  • Instagram Collab: Beiträge mit zwei Autoren in beiden Feeds.
  • TikTok Duet/ Stitch: gemeinsame Clips mit Reaktions- oder Remix-Charakter.
  • Crossposting & Story-Übernahme: Inhalte gezielt auf mehreren Accounts teilen.
  • Shared Rabattcodes & Landingpages: ideal für Affiliate-Marketing-Kampagnen.

Betreibst du Affiliate-Marketing, dann achte auf korrekte Tracking-Links, gemeinsame Produktseiten mit klarer Zuordnung und transparente Attribution (zum Beispiel bei Gutscheincodes).

5. Transparenz und Fairness

Liegt gegenseitige Erwartungen, Abläufe und gegebenenfalls Vergütungen vorab fest. Transparenz schafft Vertrauen: Wer übernimmt welchen Part? Gibt es eine gemeinsame Deadline oder Freigabe? Wie läuft die Veröffentlichung ab? (Post, Story, Link)?

Ein schriftliches Briefing und kontinuierliche Absprachen helfen dabei, Missverständnisse zu vermeiden, besonders bei langfristiger Zusammenarbeit.

6. Fallstricke vermeiden

  • Ungleiche Werte: Achte auf die Reputation und Haltung deiner Partner.
  • Zu viel Werbung: Legt den Fokus auf Storytelling, nicht auf platte Promotion.
  • Fehlende Abstimmung: Klare Workflows für Content-Erstellung, Freigaben und Veröffentlichung sind Pflicht.
  • Ungleiches Commitment: Beide Seiten sollten gleich viel einbringen, egal ob Zeit, Ideen oder Reichweite.

Auch hier gilt natürlich: Werbung muss als solche gekennzeichnet werden. Stelle sicher, dass alle Kooperationspartner sich an rechtliche Rahmenbedingungen und Datenschutzanforderungen halten.


Fazit: Cross-Influencer Content und Affiliate-Marketing

Cross-Influencer-Content bietet enormes Potenzial: Mit geeigneten Kooperationen kannst du spannende Inhalte mit echtem Mehrwert schaffen und erreichst Zielgruppen, die du allein kaum ansprechen könntet. Wer Partner sorgfältig auswählt, kreative Formate entwickelt und offene Kommunikation pflegt, legt den Grundstein für erfolgreiche und nachhaltige Kooperationen.

Im Affiliate-Marketing und für Partnerprogramme können sich spannende Synergien ergeben, sowohl hinsichtlich der Conversion-Rate als auch beim Community-Building.

Social Media-Expertin Nina Scholz

Nina studiert Medienkommunikation im Bachelor und unterstützt unser Team mit fundierten Recherchen und gut strukturierten Artikeln. Nina hat ein Gespür für aktuelle Trendthemen und bietet in ihren Beiträgen frische Perspektiven auf soziale Medien, Influencer- und Online-Marketing.

Nina Scholz
Zuletzt aktualisiert am 20.11.2025