- Was sind Affiliate-Links?
- Cookies und Attributionsmodelle: Das solltest du wissen
- Welche Vergütungsmodelle gibt es?
- Wie finde ich Affiliate-Partner?
- Die Vorteile und Herausforderungen von Affiliate-Links
- Wo kann ich Links zu Affiliate-Partnern setzen?
- So kennzeichnest du Affiliate-Links richtig
- Achte auf Datenschutz & DSGVO
- Fazit zum Verdienst über Affiliate-Links
Affiliate-Links sind im Online-Bereich weitverbreitet. Influencer, Vergleichsseiten oder Empfehlungsplattformen nutzen Affiliate-Programme, um Inhalte zu monetarisieren. Dabei profitieren beide Seiten: Content Creator und Seitenbetreiber stellen ihre Reichweite zur Verfügung, während sie im Gegenzug eine Provision für erfolgreiche Verkäufe oder Empfehlungen erhalten. Das kann ein unkomplizierter Weg sein, die eigenen Inhalte in eine zusätzliche Einnahmequelle zu verwandeln.
Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du Affiliate-Links einsetzen und mit Produktempfehlungen Geld verdienen kannst. Du erhältst einen Überblick über die Funktionsweise der Verlinkungen und nützliche Tipps für deine Affiliate-Partnerschaft.
Was sind Affiliate-Links?
Affiliate-Links sind ein zentrales Werkzeug im Affiliate-Marketing. Dabei handelt es sich um individuell codierte Hyperlinks, die dazu dienen, Nutzer von einer Plattform auf eine andere zu leiten – meist von einer Affiliate-Website auf die Seite eines werbenden Unternehmens. Der spezielle Code im Link sorgt dafür, dass die vermittelnde Person, also der Affiliate, eindeutig erkannt werden kann.
Kommt es durch diesen Link zu einer zuvor definierten Aktion – etwa einem Kauf oder einer Anmeldung – erhält der Affiliate eine Vergütung. Die Art und Höhe dieser Vergütung hängen vom jeweiligen Partnerprogramm und dem gewählten Modell ab.
Affiliate-Links bieten damit eine Möglichkeit, Empfehlungen gezielt zu monetarisieren. Wer über eine eigene Reichweite oder Plattform verfügt – etwa auf einem Blog, bei YouTube oder in sozialen Netzwerken – kann diese Links einsetzen, um Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben und bei erfolgreicher Vermittlung nebenbei Geld zu verdienen.
Was ist ein Affiliate?
Ein Affiliate (auch Publisher genannt) ist eine Person, die Produkte oder Dienstleistungen von werbenden Unternehmen (Advertiser) online empfiehlt. Ziel ist es, über Affiliate-Links Nutzer auf die Website eines Unternehmens zu leiten. Kommt es dort zum gewünschten Lead oder zur Transaktion, erhält der Affiliate eine Provision.
Affiliates handeln dabei als unabhängige Vermarkter und digitale Vertriebspartner. Im Unterschied zu klassischen Werbepartnern werden sie ausschließlich erfolgsbasiert vergütet. Je nach Programm kann diese Vergütung prozentual vom Umsatz oder als fixer Betrag pro Aktion erfolgen.
Die Teilnahme an einem Partnerprogramm setzt meist eine Bewerbung voraus. Manche Programme stehen jedoch auch ohne vorherige Prüfung allen Interessierten offen. Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, hängt vom jeweiligen Anbieter und den Anforderungen des Programms ab.
Wie sieht ein Affiliate-Link aus?
Affiliate-Links bestehen aus einer Ziel-URL, die mit einem Tracking-Code ergänzt wird. Dieser Code sorgt dafür, dass Nutzer, die auf den Link klicken, dem Affiliate eindeutig zugeordnet werden können. In der Praxis sehen diese Links oft so aus:
- https://www.beispiel-webseite.de/?ref=12345
- https://www.beispiel-webseite.de/?tcl_aff=123abc456
Je nach Anbieter können sie jedoch auch komplexer und weniger transparent aufgebaut sein.
Viele Affiliates nutzen Weiterleitungen, um die sichtbare Struktur der Links zu vereinfachen. Das Ziel besteht darin, den Link lesbarer und ansprechender zu gestalten oder das Tracking auf der eigenen Seite besser zu kontrollieren. Dieses Vorgehen wird auch als Link Cloaking oder URL Masking bezeichnet. Dabei wird die ursprüngliche, oft lange URL durch eine eigene, kürzere Adresse ersetzt – etwa in der Form von beispiel-webseite.de/name-des-produkts statt eines langen Tracking-Links.
Neben der optischen Verbesserung bietet diese Methode auch funktionale Vorteile: Ändert sich der Affiliate-Link, muss lediglich die Weiterleitung im System aktualisiert werden. So musst du nicht jeden einzelnen Link auf deinen Seiten manuell anpassen, was gerade bei umfangreichen Inhalten mit vielen Platzierungen Zeit spart.
Durch das Maskieren der Affiliate-ID wird zudem verhindert, dass Dritte diese einfach kopieren oder missbräuchlich einsetzen können. Für Content-Management-Systeme wie WordPress stehen dir häufig Plug-ins zur Verfügung, mit denen solche Weiterleitungen eingerichtet werden können.
Cookies und Attributionsmodelle: Das solltest du wissen
Nutzer führen die gewünschte Aktion oder den Kauf häufig nicht sofort nach dem Klick auf den Affiliate-Link aus. Damit Affiliates für ihre Vermittlungen vergütet werden können, müssen diese Nutzer auch später noch eindeutig identifiziert und zugeordnet werden. Das geschieht meist über Cookies – kleine Textdateien, die im Browser für eine Weile gespeichert werden, sobald jemand auf einen Affiliate-Link klickt. Diese Dateien enthalten Informationen darüber, welcher Affiliate den Besuch ausgelöst hat.
Wird innerhalb dieses Zeitraums – der Cookie-Laufzeit – ein Kauf abgeschlossen oder eine andere relevante Aktion durchgeführt, erfolgt die Zuordnung automatisch. Die Länge dieser Laufzeit variiert je nach Programm. Manche Cookies bleiben nur 24 Stunden aktiv, andere 30, 90 oder sogar 180 Tage. Wird der Cookie gelöscht, bevor die Aktion abgeschlossen ist, kann keine Vergütung erfolgen – auch wenn die Empfehlung ursprünglich durch den Affiliate kam. Achte daher darauf, wie lang die Cookie-Laufzeit in den von dir gewählten Partnerprogrammen ausfällt.
Ein weiterer Aspekt ist das sogenannte Attributionsmodell. Es bestimmt, welcher Affiliate die Provision erhält, wenn mehrere Links im Spiel sind. Am weitesten verbreitet ist das Last-Click-Modell: Die Vergütung geht an den Affiliate, dessen Link zuletzt vor dem Kauf angeklickt wurde. Daneben gibt es auch First-Click-Modelle, bei denen der erste Klick zählt. Einige Programme nutzen zudem Gutscheincodes zur Zuordnung. In diesem Fall erhält derjenige die Provision, dessen Code beim Kauf eingegeben wird – unabhängig davon, ob andere Links angeklickt wurden.
Welche Vergütungsmodelle gibt es?
Affiliate-Programme bieten je nach Geschäftsmodell unterschiedliche Arten der Vergütung. Ein häufiger Ansatz ist die pauschale Auszahlung pro Transaktion. Dabei wird ein fester Betrag gezahlt, sobald ein definierter Erfolg erzielt wurde. Das können beispielsweise 50 Euro pro erfolgtem Verkauf sein.
Alternativ arbeiten viele Programme mit prozentualen Beteiligungen, bei denen Affiliates einen Anteil am Netto-Warenwert erhalten. Üblich sind Werte zwischen fünf und zwölf Prozent, abhängig vom Produkt und der Marge.
Manche Partnerprogramme setzen zusätzlich auf dynamische Staffelmodelle. Wer eine bestimmte Anzahl an Verkäufen innerhalb eines Zeitraums erzielt oder eine Umsatzgrenze überschreitet, erhält höhere Provisionen. Diese Modelle sollen zur langfristigen und kontinuierlichen Bewerbung eines Angebots motivieren.
In den sozialen Medien sind zudem personalisierte Codes verbreitet, die einem Affiliate zugewiesen sind. Wird der Code beim Kauf verwendet, zählt dies als Vermittlung. Ein Affiliate-Link wird hierbei für gewöhnlich nicht genutzt.
Ergänzend dazu regelt das Abrechnungsmodell, bei welcher Aktion die Vergütung ausgelöst wird. Es legt fest, ab wann die Zusammenarbeit für beide Seiten monetär wirksam wird.
Übersicht gängiger Abrechnungsmodelle im Affiliate-Marketing
- Pay per Click (PPC): Die Provision erfolgt für Klicks auf den Affiliate-Link, unabhängig vom weiteren Verhalten deines Publikums.
- Pay per Lead (PPL): Die Auszahlung wird bei erfolgreicher Vermittlung eines qualifizierten Kontakts gewährt, etwa durch eine Registrierung, Newsletter-Anmeldung oder einen Download.
- Pay per Sale (PPS): Die Vergütung erfolgt auf Basis eines Verkaufs. Je nach Programm wird ein fixer Betrag oder ein prozentualer Anteil des Umsatzes ausgezahlt.
- Lifetime-Provision: Hierbei wird der Affiliate dauerhaft an den Umsätzen eines geworbenen Kunden beteiligt – etwa bei Abo-Modellen oder langfristigen Geschäftsbeziehungen.
Diese Modelle lassen sich teilweise auch miteinander kombinieren, etwa in Form einer Startvergütung für Leads und einer Folgeprovision bei Verkaufsabschluss.
Was verdiene ich mit Affiliate-Links?
Die Spanne an Verdienstmöglichkeiten ist groß. Entscheidend ist, welche Produkte beworben werden, wie gut sie zur Zielgruppe passen und wie effektiv die eingesetzten Marketingkanäle sind.
Erfolgt über den Affiliate-Link ein Kauf oder Lead, erhältst du die Provision meist nicht sofort. Die tatsächliche Auszahlung erfolgt in der Regel verzögert. Viele Partnerprogramme integrieren Sicherheitsfristen von 14, 30 oder bis zu 90 Tagen. Auf diese Weise schützen sich die Anbieter unter anderem vor finanziellen Verlusten durch Rücksendungen oder betrügerische Aktivitäten.
Während dieser Zeit kann geprüft werden, ob die vermittelten Käufe wirklich dauerhaft getätigt werden. Wird ein Produkt zurückgegeben oder eine Zahlung storniert, entfällt in der Regel die Provision. Das bedeutet, dass Einnahmen mit Affiliate-Links zwar erfolgsbasiert generiert werden, aber nicht sofort als gesichert gelten.
Die Höhe der Provision hängt stark vom Produkt, der Branche und dem jeweiligen Partnerprogramm ab. Geringe Margen führen zu niedrigeren Provisionssätzen. Physische Produkte im E-Commerce bewegen sich überwiegend zwischen fünf und 12 Prozent. Digitale Produkte wie Software, Online-Kurse oder Abonnements bieten hingegen häufig höhere Provisionssätze. Bei manchen SaaS-Anbietern oder Info-Produkten sind so Provisionen von 30 Prozent oder mehr möglich.
Auch Finanzprodukte gehören häufig zu den gut vergüteten Kategorien, da Anbieter hier langfristig an der vermittelten Kundschaft verdienen. Programme mit hohem Customer Lifetime Value (Wert der langfristigen Kundenbeziehung) sind deshalb oft bereit, einen größeren Teil des Umsatzes an Affiliates auszuzahlen.
Wie finde ich Affiliate-Partner?
Bei 100partnerprogramme.de findest du schnell den passenden Affiliate-Partner. Unsere Plattform bietet eine große Auswahl an Partnerprogrammen aus allen Themenbereichen. Du kannst gezielt suchen und dir passende Programme herausfiltern.
Alle Partnerprogramme auf einen Blick
Eine weitere Möglichkeit ist, direkt auf den Websites von Unternehmen nach einem Hinweis auf ein Partnerprogramm zu suchen – oft im Footer oder unter Begriffen wie Affiliate
oder Partnerprogramm
.
Auch Affiliate-Netzwerke bieten eine gute Grundlage für den Einstieg. Diese Plattformen bündeln zahlreiche Partnerprogramme, die sich zentral über ein Konto verwalten lassen. So entfällt die Mehrfachregistrierung bei einzelnen Anbietern.
Nach der Anmeldung bewirbst du dich direkt bei den Programmen, die zu deiner Zielgruppe passen. Die Anbieter prüfen dabei in der Regel Website, thematische Ausrichtung und Reichweite. Wenn die Inhalte überzeugen, erfolgt die Aufnahme meist zügig. Wird eine Bewerbung abgelehnt, ist das keine endgültige Absage. Mit mehr Sichtbarkeit und relevanten Inhalten steigen die Chancen – viele erfolgreiche Affiliates haben so begonnen.
Die Vorteile und Herausforderungen von Affiliate-Links
Affiliate-Marketing bietet eine effektive Möglichkeit, Produkte und Dienstleistungen über digitale Partnerschaften zu vermarkten. Der Einstieg erfordert kein großes Budget und ist prinzipiell für nahezu jede Webseite möglich.
Allerdings bringt das Modell auch Herausforderungen mit sich. Die Platzierung von Affiliate-Links erfordert Fingerspitzengefühl. Technische oder inhaltliche Fehler können zudem zu einem Vertrauensverlust oder finanziellen Einbußen führen. Hinzu kommt die Abhängigkeit von Partnerprogrammen, deren Bedingungen sich jederzeit ändern können.
| Mögliche Vorteile | Mögliche Nachteile |
| Geringes finanzielles Risiko: Für Unternehmen fallen nur Kosten an, wenn tatsächlich eine Aktion erfolgt, Affiliates können ohne große Investitionen starten. | Abhängigkeit: Du bist abhängig von deinen Partnern und Programmänderungen wirken sich direkt auf deine Einnahmen aus. |
| Bindung der Zielgruppe: Passende Empfehlungen mit Mehrwert lösen Probleme und schaffen Vertrauen. | Inhalte ohne Mehrwert: Affiliate-Links ohne inhaltliche Relevanz mindern die Glaubwürdigkeit und schaffen kaum Einkünfte. |
| Gute Skalierbarkeit: Mit wachsender Reichweite lassen sich deine Einkünfte durch Affiliate-Links steigern. | Kommerzielle Wahrnehmung: Der übermäßige Einsatz von Affiliate-Links kann zu werblich oder sogar unseriös wirken. |
| Hohe Flexibilität: Verschiedene Programme können kombiniert und einfach getestet werden. | Beeinträchtigte Nutzererfahrung: Zu viele Links können das Design und die Bedienbarkeit stören. |
| Einfacher Einstieg: Affiliate-Marketing kann ohne technisches Vorwissen oder großes Budget gestartet werden. | Fehlerrisiko: Inaktive oder geänderte Links führen zu Umsatzverlusten. |
Wo kann ich Links zu Affiliate-Partnern setzen?
Affiliate-Links lassen sich grundsätzlich überall dort einbauen, wo du Links platzieren kannst. Etwa auf deiner Website, in Blogartikeln, in Instagram-Storys, auf YouTube, in Messenger-Gruppen oder sogar in Podcasts und Newslettern. Entscheidend ist, dass der Link im richtigen Kontext erscheint und Mehrwert für deine Zielgruppe bietet.
Allerdings gelten je nach Partnerprogramm unterschiedliche Regeln. Viele Anbieter machen klare Vorgaben, an welchen Stellen du Affiliate-Links nicht verwenden darfst. Häufig ausgeschlossen sind etwa E-Mails – vor allem dann, wenn unklar ist, ob die Empfängerinnen und Empfänger aktiv dem Erhalt zugestimmt haben. Andere Programme verlangen ausdrücklich, dass du nur an Empfänger sendest, die sich freiwillig für deinen Newsletter eingetragen haben.
Auch beim Einsatz bezahlter Werbung ist Vorsicht geboten. Viele Partnerprogramme untersagen, dass du Affiliate-Links direkt in Google Ads, Facebook Ads oder ähnlichen Werbeanzeigen verwendest. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn dabei der Markenname des Unternehmens als Keyword auftaucht. Solche Regeln sollen den Wettbewerb mit der Marke selbst verhindern.
Als Faustregel gilt: Sobald du versuchst, Affiliate-Links besonders offensiv oder auf ungewöhnlichen Wegen zu verbreiten, solltest du genau prüfen, ob das mit den Richtlinien des jeweiligen Programms vereinbar ist. Verstöße – auch unbeabsichtigte – können dazu führen, dass du aus dem Partnerprogramm ausgeschlossen wirst und keine Provisionen mehr erhältst. Ein transparenter, sinnvoll eingebetteter Affiliate-Link ist für gewöhnlich unproblematisch und kann erfolgreicher sein.
So kennzeichnest du Affiliate-Links richtig
Sobald Affiliate-Links im Spiel sind, musst du deutlich machen, dass es sich um Werbung handelt. Das ist nicht nur eine Frage der Transparenz gegenüber deiner Zielgruppe, sondern auch eine rechtliche Verpflichtung. Denn Affiliate-Links gelten als kommerzielle Kommunikation. Du erhältst eine Provision für Empfehlungen, also handelt es sich um Werbung im rechtlichen Sinne.
Im deutschsprachigen Raum reicht es nicht aus, Affiliate-Links im Impressum oder ganz am Ende einer Seite zu erwähnen. Die Kennzeichnung muss so erfolgen, dass sie auch für unerfahrene Nutzerinnen und Nutzer verständlich und klar erkennbar ist.
Beispiele für die Kennzeichnung von Affiliate-Links:
- Kennzeichnung mit Sternchen: Einige Affiliates nutzen ein Sternchen (*) direkt am Link, um darauf hinzuweisen, dass es sich um einen Affiliate-Link handelt. Damit diese Art der Kennzeichnung wirksam ist, braucht es zusätzlich eine gut sichtbare Erklärung auf der Seite – meist am Anfang oder Ende des Beitrags. Zwar ist diese Methode weitverbreitet, allerdings gibt es bislang keine eindeutige Rechtsprechung dazu, ob sie allein ausreicht.
- Ausdrückliche Hinweise im Text: Sicherer ist es für gewöhnlich, den Link selbst mit einem Hinweis wie
Werbung
oderAnzeige
zu versehen. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, einzelne Textabschnitte oder ganze Artikel, die Affiliate-Links enthalten, gut sichtbar als Werbung zu kennzeichnen – zum Beispiel durch eine grafische Hervorhebung oder eine farblich abgesetzte Box mit einer Erklärung. - Bannerwerbung: Da Banner häufig klar als Werbung erkennbar sind, ist eine gesonderte Kennzeichnung hier häufig nicht zwingend erforderlich. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen möchte, ergänzt auch bei Bannern einen kurzen Hinweis oberhalb oder unterhalb mit einer Kennzeichnung als Anzeige.
Kennzeichnung von Affiliate-Links aus SEO-Sicht
Laut den Richtlinien von Google handelt es sich bei Affiliate-Links um bezahlte Links, die gekennzeichnet werden müssen. Um die eigene Website vor negativen SEO-Effekten wie einer Abwertung oder Penalty zu schützen, solltest du Affiliate-Links mit dem Attribut rel="sponsored" versehen.
<a rel="sponsored" href="https://beispiel-seite.de/Produkt">Produktname</a>Diese Kennzeichnung zeigt Google, dass es sich um eine kommerzielle Verlinkung handelt, und schützt dich vor den Folgen eines Verstoßes gegen Googles Spamrichtlinien.
Achte auf Datenschutz & DSGVO
Wenn du Affiliate-Links auf deiner Website einsetzt, musst du nicht nur auf eine saubere Kennzeichnung achten, sondern auch die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einhalten. Affiliate-Links sind oft mit Tracking-Cookies verbunden, die personenbezogene Daten erfassen. Damit bist du in der Pflicht, deine Nutzer transparent darüber zu informieren.
Sobald du über Affiliate-Links Einnahmen erzielst, handelst du kommerziell. Die DSGVO verlangt, dass du in deiner Datenschutzerklärung offenlegst, welche Daten beim Klick auf Affiliate-Links verarbeitet werden. Das kann etwa die IP-Adresse, der Standort oder das Verhalten auf der Webseite sein. Auch die beteiligten Drittanbieter, etwa Affiliate-Netzwerke oder Onlineshops, musst du dort nennen.
Zusätzlich reicht es nicht, einfach nur auf die Datenschutzerklärung zu verweisen. Du benötigst ein Cookie-Banner mit Opt-in-Funktion, das vor dem Setzen von Cookies die aktive Zustimmung der Nutzer einholt. Nach aktueller Rechtsauffassung ist Tracking erst nach Zustimmung zulässig.
Das solltest du unter anderem tun:
- Weise in deiner Datenschutzerklärung auf den Einsatz von Affiliate-Links und deren Tracking-Funktion hin.
- Nenne die Partner, mit denen du zusammenarbeitest, und beschreibe, welche Daten sie verarbeiten.
- Nutze ein Cookie-Banner, das die Einwilligung bereits vor dem Tracking einholt.
Wenn du mit Affiliate-Links arbeiten möchtest, solltest du vorab prüfen, ob deine Website alle DSGVO-Anforderungen erfüllt. So schützt du dich vor rechtlichen Konsequenzen und empfindlichen Bußgeldern.
Fazit zum Verdienst über Affiliate-Links
Affiliate-Links bieten eine flexible und skalierbare Möglichkeit, online Einnahmen zu erzielen. Wer passende Produkte auswählt, die zur eigenen Zielgruppe passen, kann mit der Zeit verlässliche Einnahmequellen aufbauen. Gleichzeitig erfordert der Aufbau eines erfolgreichen Affiliate-Geschäfts Zeit, Ausdauer und eine saubere technische und rechtliche Umsetzung – etwa bei der Kennzeichnung von Links oder dem Einsatz von Tracking.
Wichtig ist dabei auch eine realistische Erwartung. Nicht jede Affiliate-Strategie führt automatisch zum Erfolg. Es gibt keine Garantie für Einnahmen – selbst bei hoher Reichweite oder gutem Content. Daher gilt insbesondere für Einsteiger: Es sollte niemals Geld in Tools, Werbung oder Inhalte investiert werden, auf das im Zweifel nicht verzichtet werden kann. Wer langfristig denkt, auf Qualität setzt und Geduld mitbringt, hat jedoch gute Chancen, sich ein nachhaltiges Affiliate-Einkommen aufzubauen.
Affiliate-Marketing
Marketing-Experte Gregor Kossakowski
Gregor verantwortet bei 100partnerprogramme.de aktuell den Bereich Business Development. Sein tiefgehendes Branchenverständnis und großes Netzwerk sind bei der strategischen Entwicklung und Optimierung von Partnerprogrammen unschätzbar wertvoll.