- Wie kann man mit Instagram Geld verdienen?
- Voraussetzungen für die Monetarisierung deines Instagram-Kanals
- Als Affiliate mit Instagram Geld verdienen
- Weitere Ideen, um mit Instagram Geld zu verdienen
- Geld mit Instagram verdienen: Benötige ich ein Gewerbe?
- Welche Steuern fallen für den Verdienst mit Instagram an?
- Achte beim Geldverdienen mit Instagram auf geltendes Recht
- Fazit zum Geldverdienen mit Instagram
In kaum einem Instagram-Feed fehlen sie: Creator, die Produkte präsentieren – ob als Empfehlung, Kooperation oder mit eigenem Label. Was für Außenstehende nach exklusiven Deals für große Accounts aussieht, ist auch für kleinere Profile erreichbar. Du musst keine riesige Followerschaft haben, um auf Instagram Einnahmen zu erzielen. Schon mit rund 1.000 Followern ist eine Monetarisierung möglich. In diesem Leitfaden erfährst du, was du beachten musst, wenn du mit Instagram Geld verdienen möchtest.
Wie kann man mit Instagram Geld verdienen?
Die enorme Reichweite des Instagram-Netzwerks bietet auch Influencern mit weniger Followern einige Möglichkeiten, um daraus eine lukrative Einnahmequelle zu entwickeln. Selbst mit einer kleineren Community lassen sich Einnahmen erzielen, sofern die Inhalte gut auf eine bestimmte Zielgruppe abgestimmt sind. Entscheidend ist dabei nicht nur die Anzahl der Follower, sondern auch, wie aktiv diese sind und wie stark sie sich mit den Inhalten identifizieren.
Zu den gängigsten Wegen, um über Instagram Geld zu verdienen, gehören unter anderem:
- Affiliate-Marketing: Produkte oder Dienstleistungen werden über individuelle Empfehlungslinks beworben. Bei erfolgreichen Verkäufen oder Leads erhältst du eine Provision. Diese Methode eignet sich besonders für Kanäle mit thematisch klarer Ausrichtung, etwa in den Bereichen Technik, Mode oder Fitness.
- Werbekooperationen mit Marken und Unternehmen: Viele Unternehmen suchen gezielt nach Creatoren, die ihre Zielgruppe authentisch ansprechen, und gehen Kooperationen mit ihnen ein. Diese umfassen etwa bezahlte Beiträge, Story-Erwähnungen oder langfristige Partnerschaften. Wichtig ist dabei ein authentisches Instagram-Profil, das zur Marke passt.
- Eigene Produkte verkaufen: Wer physische oder digitale Produkte anbietet, kann diese direkt über den Instagram-Feed oder Storys präsentieren. Der Verkauf kann direkt über Instagram Shopping oder einen Onlineshop erfolgen.
- Dropshipping: Hierbei werden Artikel beworben, die weder selbst hergestellt noch gelagert werden müssen. Für den Versand ist für gewöhnlich der Hersteller oder Dropshipping-Partner zuständig, du übernimmst lediglich den Vertrieb. Damit dieser Vertriebsweg funktioniert, benötigst du jedoch einen eigenen Shop.
Zudem gibt es weitere Einnahmequellen wie den Verkauf digitaler Produkte, das Angebot von bezahlten Abos oder das Erstellen und Vermarkten eigener Designs. Wenn du verschiedene Methoden miteinander kombinierst und regelmäßig hochwertige Inhalte lieferst, kann Instagram eine effektive Plattform zur Monetarisierung sein.
Voraussetzungen für die Monetarisierung deines Instagram-Kanals
Instagram bietet viele Möglichkeiten, Einnahmen zu generieren – doch bevor du loslegst, müssen bestimmte Grundlagen stimmen. Monetarisierung setzt nicht nur Kreativität voraus, sondern auch strategisches Denken, technisches Verständnis und eine gewisse Ausdauer. Mit den folgenden Voraussetzungen kannst du Instagram womöglich als Einkommensquelle nutzen.
Aktiver Account mit regelmäßigem Content
Ein gepflegter und aktiver Account ist die Grundvoraussetzung, um Reichweite und Vertrauen aufzubauen. Möchtest du dein Instagram-Profil monetarisieren, benötigst du in der Regel einen Business-Account. Du solltest regelmäßig Inhalte veröffentlichen, die thematisch klar auf deine Zielgruppe abgestimmt sind. Dabei geht es nicht nur um Quantität, sondern vor allem Qualität. Ein authentischer Auftritt, persönliche Ansprache und erkennbare Leidenschaft für deine Themen tragen wesentlich dazu bei, eine treue Community aufzubauen.
Equipment und Bildbearbeitung
Ganz gleich, ob du das Smartphone oder eine Kamera nutzt – achte auf eine hohe Bildqualität und ein geeignetes Fotoequipment. Der erste Eindruck zählt, und ein visuell ansprechender Feed wirkt professionell. Einheitliche Gestaltungselemente, klare Farbwelten oder wiederkehrende Formate machen deinen Auftritt unverwechselbar. So erkennen Nutzer sofort, wofür dein Profil steht. Vorkenntnisse in der Bildbearbeitung sind zwar kein Muss, aber hilfreich.
Du verfügst bereits über eine kleine Community
Mit steigender Followerzahl erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, mit Instagram Geld zu verdienen. Dennoch kommt es nicht allein auf die Anzahl deiner Follower an. Eine kleinere, stark engagierte Community ist mitunter wertvoller als ein großes, inaktives Publikum. So sind etwa Accounts, die sich auf Nischen wie Finanzen, Technik, Fitness oder Nachhaltigkeit konzentrieren, für Affiliate- oder Werbepartner häufig besonders relevant. Je spezifischer deine Zielgruppe ist, desto attraktiver wirst du für Kooperationspartner.
Schon mit rund 1.000 Followern kannst du anfangen, Einnahmen zu erzielen, etwa über Nischen-Affiliate-Programme oder kleinere Kooperationen. In dieser Phase zählt, dass deine Inhalte zielgerichtet, hochwertig und authentisch sind. Mit wachsender Reichweite ergeben sich dann oft neue Möglichkeiten in Form von attraktiveren Provisionsmodellen oder umfangreichen Werbeverträgen.
Fokussiere dich auf eine Nische
Je genauer du dich thematisch positionierst, desto leichter lässt sich Vertrauen und Expertise aufbauen. Ob Mode, Ernährung, Reisen oder Technik – finde ein Themenfeld, das dich begeistert und zu dem du regelmäßig Inhalte liefern kannst. Das erleichtert es auch Marken und Affiliate-Partnern, dich als passenden Partner für Kooperationen zu identifizieren.
Kombiniere mehrere Einnahmequellen
Neben klassischen Wegen wie Affiliate-Marketing und einzelnen bezahlten Produktplatzierungen spielt auch die Vielfalt deiner Einnahmequellen eine zentrale Rolle für deinen Verdienst. Je mehr unterschiedliche Strategien du verfolgst, desto stabiler und potenziell lukrativer wird dein Einkommen.
Dazu gehört beispielsweise die Entwicklung eigener Produkte – etwa gebrandete Merch-Artikel – oder langfristige Kooperationen mit Unternehmen, die regelmäßig Beiträge, Storys und Reels umfassen. Solche Partnerschaften bieten oft planbare und deutlich höhere Einnahmen.
Als Affiliate mit Instagram Geld verdienen
Affiliate-Marketing auf Instagram gehört zu den klassischen Influencer-Kooperationen. Während Unternehmen gezielt auf bekannte Influencer zugehen, ergreifen kleinere Creatoren die Initiative häufig selbst. Du entscheidest, welche Produkte du bewerben möchtest, meldest dich eigenständig bei Partnerprogrammen an und platzierst Affiliate-Links oder veröffentlichst Werbebeiträge.
So kannst du auf Instagram zum Beispiel Links in Stories
nutzen. Diese erlauben es dir, direkt auf Produkte zu verweisen. Erfolgt über einen solchen Tag ein Kauf, erhältst du eine Provision ausgezahlt.
Darüber hinaus kannst du durch verschiedene Kooperationen mit Unternehmen zusätzliche Einnahmen generieren. Etwa dann, wenn du im Rahmen eines Sponsorings über bestimmte Produkte oder Dienstleistungen berichtest. Achte insgesamt unbedingt auf eine transparente Werbekennzeichnung deiner Posts.
Passende Partnerprogramme finden
Je genauer du deine Zielgruppe kennst, desto besser lassen sich passende Produkte empfehlen. Eine große Auswahl an Affiliate-Partnerprogrammen findest du beispielsweise auf 100partnerprogramme.de. Hier kannst du gezielt nach Programmen suchen, die zu deinem Content passen.
Alle Partnerprogramme auf einen Blick
Welche Verdienstmöglichkeiten gibt es?
Die Einnahmen, die du über Instagram-Affiliate-Marketing erzielen kannst, hängen von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören von die Größe deines Accounts, die Interaktionsrate mit deinen Inhalten, die thematische Ausrichtung deiner Beiträge sowie die Provisionsmodelle der Marken, mit denen du zusammenarbeitest.
Kleinere Accounts mit engagierter Community – sogenannte Nano-Influencer (1.000 bis 10.000 Follower) – können bereits einige Hundert Euro im Monat erzielen. Wer über eine größere Reichweite oder eine spitze Nische verfügt, hat das Potenzial, deutlich höhere passive Einnahmen zu erzielen.
Übliche Provisionsmodelle im Überblick:
- Pay-per-Sale (PPS): Du erhältst eine Provision, wenn ein über deinen Affiliate-Link vermittelter Kauf zustande kommt. Je nach Branche und Anbieter kann dein prozentualer Anteil am Kaufpreis sehr lukrativ sein.
- Pay-per-Lead (PPL): Für jede qualifizierte Handlung – etwa eine Anmeldung oder das Ausfüllen eines Formulars – bekommst du einen Betrag gutgeschrieben.
- Pay-per-Click (PPC): Du wirst für jeden Klick auf deinen Affiliate-Link vergütet. Dieses Modell ist auf Instagram eher selten, da dort der direkte Traffic schwerer zu messen ist.
Empfehlungen für nachhaltigen Erfolg:
- Wähle nur Produkte und Marken aus, die du selbst nutzt oder hinter denen du aus Überzeugung stehst. Authentizität ist entscheidend für Vertrauen und langfristige Bindungen.
- Nutze Tools wie Linktree oder Beacons, um mehrere Affiliate-Angebote gebündelt über den Link in deiner Bio verfügbar zu machen.
- Experimentiere mit verschiedenen Content-Formaten, etwa Reels, Story-Highlights oder Live-Sessions, und beobachte, was bei deiner Zielgruppe am besten ankommt.
- Pflege deinen Account regelmäßig, bleibe aktiv und investiere in den Aufbau deiner Community. Je größer und engagierter deine Followerzahl ist, desto höher ist auch das Potenzial für Einnahmen durch Affiliate-Links.
Markenkooperationen für Affiliates auf Instagram
Viele Marken greifen auf Influencer zurück, weil sie selbst keine vergleichbare Nähe zu potenziellen Kunden herstellen können. In der Praxis sieht das so aus: Du erstellst Content – etwa einen Beitrag, eine Story oder ein Reel – und präsentierst darin das Produkt oder die Marke. Dabei wird die Zusammenarbeit als Werbung oder bezahlte Partnerschaft
gekennzeichnet.
Solche Inhalte entstehen entweder einmalig oder im Rahmen langfristiger Kampagnen. Einige Kooperationen beschränken sich auf das Bewerben einzelner Produkte, andere führen zu einer regelmäßig wiederkehrenden Zusammenarbeit. Bedenke dabei: Nur wenn die Marke zu deinem Thema und deiner Community passt, bleibt deine Glaubwürdigkeit erhalten.
Marken setzen auf unterschiedliche Arten von Kooperationen:
- Bezahlte Beiträge: Du erhältst eine feste Vergütung für die Veröffentlichung eines Produkts oder einer Dienstleistung in deinem Content.
- Kostenlose Produkte: Statt Geld bekommst du Waren oder Dienstleistungen, die du in deinen Beiträgen zeigst und testest. Das kann ein sinnvoller Einstieg in die Zusammenarbeit mit Marken sein.
- Langfristige Partnerschaften: Bei wiederholter Zusammenarbeit entsteht oft eine intensivere Geschäftsbeziehung. Hier kannst du regelmäßige Inhalte liefern und erhältst im Gegenzug feste Honorare oder monatliche Zahlungen.
- Gemeinsame Produktlinien: Bekannte Influencer entwickeln häufig in Kooperation mit Marken eigene Kollektionen und Produkte.
Wie viel Geld verdienen Instagram-Influencer?
Die Frage, wie viel Geld auf Instagram tatsächlich verdient werden kann, lässt sich nicht pauschal beantworten. Der Verdienst hängt von mehreren Faktoren wie der Größe und Qualität deiner Community sowie der Art deiner Kooperationen ab.
In vielen Fällen besteht eine Kooperation mit Unternehmen darin, dass du Beiträge oder Storys produzierst, die gezielt ein Produkt oder eine Marke bewerben. Häufig enthalten solche Vereinbarungen auch Klauseln, die es dem Unternehmen erlauben, den erstellten Content zusätzlich für Werbezwecke auf anderen Plattformen weiterzuverwenden.
Für diese Leistungen bekommst du je nach Vereinbarung ein Honorar, Produkte, Dienstleistungen oder eine Kombination aus diesen Vergütungsmodellen. Auch eine Aussicht auf mehr Reichweite kann Teil des Deals sein, sollte aber nicht unbedingt das alleinige Argument für eine Kooperation darstellen.
Damit du bei Verhandlungen gut aufgestellt bist, helfen diese Hinweise:
- Kenne deinen Marktwert: Du bringst nicht nur Content, sondern auch Zugang zu einer konkreten Zielgruppe und damit wertvolle Reichweite. Dies sollte sich auch in der Vergütung widerspiegeln. Als Orientierung gilt: Influencer mit über 100.000 Followern verlangen je nach Nische bis zu 500 US-Dollar pro Beitrag.
- Verkaufe dich nicht unter Wert: Lass dich nicht auf Deals ein, die nur Sichtbarkeit versprechen oder deine Leistung unterbewerten.
- Analysiere deine Zielgruppe: Wer folgt dir? Wie aktiv ist deine Community? Eine gute Kenntnis deiner Kennzahlen hilft dir, überzeugend aufzutreten und mit Kooperationspartnern zu verhandeln.
- Lass dich juristisch beraten: Verträge sind meist verhandelbar. Eine Anwaltskanzlei mit Erfahrung im Influencer-Marketing kann dabei helfen, faire Bedingungen und angemessene Honorare durchzusetzen.
Beispiele für den Verdienst von Instagram-Influencern
Die Branche, in der du aktiv bist, hat einen starken Einfluss auf den Verdienst. Zur Veranschaulichung lässt sich ein Blick auf zwei populäre Bereiche werfen: Fitness und Beauty. Ein Fitness-Creator mit rund 800.000 bis 1.000.000 Followern kann für ein Reel mit einer 15-sekündigen Werbeeinblendung etwa 1.500 Euro verlangen.
Im Vergleich dazu erzielt ein vergleichbarer Beauty-Account mit ähnlicher Reichweite deutlich höhere Einnahmen: Eine kurze Story kann hier bis zu 7.000 Euro einbringen, ein regulärer Beitrag sogar über 10.000 Euro.
Weitere Ideen, um mit Instagram Geld zu verdienen
Als Influencer auf Instagram stehen dir zahlreiche Wege offen, um Einnahmen zu erzielen. Neben den bereits vorgestellten Möglichkeiten gibt es weitere Optionen, mit denen du zusätzlich Geld verdienen kannst. Dazu gehören unter anderem die folgenden Ideen.
Bezahlte Abonnements und exklusiven Content
Instagram bietet mit der Abo-Funktion eine Möglichkeit, regelmäßig Einnahmen über die eigene Community zu erzielen. Dabei veröffentlichst du deinen Content nicht pauschal für alle Follower, sondern stellst ausgewählten Abonnenten exklusive Inhalte zur Verfügung, für die sie eine monatliche Gebühr entrichten. Das Abo kann direkt über dein Instagram-Profil abgeschlossen werden.
Um diese Funktion nutzen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:
- Du bist mindestens 18 Jahre alt.
- Dein Account zählt mindestens 10.000 Follower.
- Du erfüllst die Monetarisierungsrichtlinien von Instagram sowie die Richtlinien für die Content-Monetarisierung.
- Dein Wohnsitz befindet sich in einem unterstützten Land, zum Beispiel in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Instagram hat das Feature zunächst in den USA eingeführt, weitet den Zugang jedoch kontinuierlich auf weitere Märkte aus.
Die Gestaltung der Abonnements liegt ganz bei dir. Du kannst selbst entscheiden, wie hoch der monatliche Beitrag sein soll und welche Inhalte exklusiv zugänglich sind – von Storys über Reels hin zu Live-Sessions oder privaten Chat-Gruppen. Das sorgt nicht nur für zusätzliche Einnahmen, sondern stärkt auch die Bindung zu besonders engagierten Followern.
Abonnenten erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein lilafarbenes Symbol neben ihrem Namen. Damit zeigen sie, dass sie dich aktiv unterstützen, und du erkennst sofort, für wen sich exklusive Inhalte besonders lohnen.
Verkaufe eigene Produkte oder betreibe Dropshipping
Instagram eignet sich dazu, den eigenen Onlineshop bekannt zu machen. Wenn du physische Produkte, digitale Inhalte oder Dienstleistungen anbietest, kannst du über Posts, Reels und Storys gezielt auf deinen Shop aufmerksam machen. Mithilfe von Instagram Shopping lässt sich der Kaufprozess sogar direkt in die App integrieren. Produkte erscheinen dann klickbar in deinem Feed oder Story-Element, die zum Kauf inspirieren.
Einige Creator nutzen so ihre Reichweite zur Stärkung ihres Kerngeschäfts. Ob Schmuck, Mode oder Onlinekurse: Der direkte Verkauf über Instagram ermöglicht nicht nur zusätzliche Einnahmen, sondern stärkt auch die eigene Markenidentität. Erfolgreich sind Produkte insbesondere dann, wenn sie thematisch zum Content passen und echten Mehrwert für deine Community bieten.
Wer keine eigenen Produkte entwickelt hat oder nicht selbst versenden möchte, kann auf das Dropshipping-Modell setzen. Dabei läuft der Verkauf über deinen eigenen Onlineshop, aber Lagerung und Versand übernimmt ein externer Dropshipping-Partner, bei dem es sich häufig um den Hersteller handelt. Du präsentierst die Produkte auf Instagram und leitest potenzielle Käufer in den Shop. Alles Weitere geschieht automatisiert im Hintergrund. Daher kann Dropshipping ein einfacher Einstieg in den E-Commerce sein, auch ohne großes Startkapital oder eigenes Lager.
Geld mit Instagram verdienen: Benötige ich ein Gewerbe?
Ob du ein Gewerbe anmelden musst, hängt in erster Linie davon ab, auf welche Weise du Geld mit Instagram verdienst. Grundsätzlich gilt: Sobald eine Tätigkeit dauerhaft ausgeübt wird und auf Gewinn ausgerichtet ist, handelt es sich rechtlich gesehen um eine gewerbliche Tätigkeit.
Das betrifft etwa das regelmäßige Veröffentlichen von bezahlten Beiträgen, das Platzieren von Affiliate-Links oder den Verkauf eigener Produkte über Instagram. In solchen Fällen verlangt das Handelsgesetzbuch (HGB) gemäß § 14 eine Gewerbeanmeldung.
Es gibt jedoch Ausnahmen: Wenn deine Inhalte hauptsächlich kreativer, künstlerischer oder bildender Natur sind – etwa im Bereich Fotografie, Text oder Coaching – und keine direkte kommerzielle Absicht im Vordergrund steht, kann die Tätigkeit unter bestimmten Umständen als freiberuflich eingestuft werden.
Wie läuft die Anmeldung ab?
Die Gewerbeanmeldung erfolgt beim zuständigen Gewerbeamt deiner Stadt oder Gemeinde. Dafür füllst du ein kurzes Formular aus, in dem du Angaben zu deiner Person und zur Art der Tätigkeit machst. Die Gebühren liegen je nach Region meist zwischen 20 und 50 Euro.
Bei der Anmeldung gibst du auch an, ob du eine freiberufliche Tätigkeit ausübst oder ein Gewerbe anmeldest. Diese Angabe beeinflusst unter anderem, wie du steuerlich erfasst wirst, zum Beispiel bei der Umsatzsteuer oder der Gewerbesteuer. Lass dich vorab am besten steuerlich beraten, um die passende Einstufung zu finden.
Welche Steuern fallen für den Verdienst mit Instagram an?
Sobald deine Einnahmen aus Instagram die gesetzlichen Freibeträge übersteigen, werden sie steuerpflichtig – unabhängig davon, ob du haupt- oder nebenberuflich aktiv bist. Maßgeblich ist hier der jährliche Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer. Dieser liegt aktuell bei 12.096 Euro (Stand: 2025). Werden nach Abzug aller Betriebsausgaben und Freibeträge höhere Gewinne erzielt, musst du diese in der Einkommensteuererklärung angeben.
Gerade kleinere Accounts mit einem geringen Verdienst gelten mitunter besondere Regelungen:
- Nebeneinkünfte meist bis 410 Euro im Jahr sind steuerfrei.
- Bei einem jährlichen Verdienst zwischen 410 und 820 Euro greift der sogenannte Härteausgleich. Dann werden Nebeneinkünfte nur zum Teil besteuert.
Neben der Einkommensteuer können abhängig von deinem Geschäftsmodell auch Gewerbesteuer und Umsatzsteuer anfallen. Das gilt etwa dann, wenn du gewerblich Produkte vertreibst oder Dienstleistungen anbietest. Wer umsatzsteuerpflichtig ist, muss zudem prüfen, ob die Kleinunternehmerregelung infrage kommt oder eine reguläre Umsatzsteuererklärung notwendig ist.
Umsatzsteuer
Wer mit Instagram Einnahmen erzielt, unterliegt in der Regel auch der Umsatzsteuer. Eine Ausnahme gilt, wenn du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmst: Liegt dein Umsatz im vorangegangenen Jahr unter 22.000 Euro und überschreitet im laufenden Jahr nicht 50.000 Euro, kannst du dich von der Umsatzsteuerpflicht befreien lassen. In diesem Fall entfällt auch die Pflicht zur regelmäßigen Umsatzsteuervoranmeldung.
Sobald du diese Umsatzgrenzen überschreitest, musst du in deinen Rechnungen die Umsatzsteuer ausweisen. Die Umsatzsteuer für geschäftliche Ausgaben kannst du als Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen und sie dir erstatten lassen.
Gewerbesteuer
Sobald du über Instagram gewerblich tätig bist, fällt grundsätzlich auch Gewerbesteuer an. Dafür gilt ein jährlicher Freibetrag in Höhe von 24.500 Euro. Erst wenn dein Gewinn diese Grenze übersteigt, wird eine Gewerbesteuererklärung erforderlich. Wie hoch die Abgabe ausfällt, hängt vom sogenannten Hebesatz ab. Dieser variiert je nach Gemeinde, in der dein Gewerbe angemeldet ist.
Müssen Instagram-Influencer im Ausland Steuern zahlen?
Auch bei Auslandsaufenthalten können steuerliche Pflichten entstehen. Bleibt dein Wohnsitz in Deutschland bestehen, bist du weiterhin einkommensteuerpflichtig – auch wenn du im Ausland Werbeinhalte produzierst. Gleichzeitig kann durch deine Tätigkeit vor Ort eine sogenannte beschränkte Steuerpflicht im jeweiligen Land ausgelöst werden. In diesem Fall greift das Territorialitätsprinzip, wodurch es zu einer Doppelbesteuerung kommen kann. Du zahlst dann sowohl in Deutschland als auch im Ausland Steuern.
Müssen Markengeschenke auch versteuert werden?
Produkte, die du von Unternehmen kostenlos erhältst, um sie im Rahmen von Storys, Beiträgen oder Reels zu präsentieren, gelten steuerlich als Einnahmen. Das Einkommensteuergesetz wertet solche Sachzuwendungen als zu versteuernden Teil deiner selbstständigen Tätigkeit.
Besondere Aufmerksamkeit ist auch bei Geschenken außerhalb bezahlter Kooperationen erforderlich. Erhältst du etwa ein Produkt, eine Hotelübernachtung oder eine Reise als Gegenleistung für eine geplante Werbeleistung, musst du diese ebenfalls zum regulären Marktwert als Einnahme angeben.
Um gegenüber dem Finanzamt vollständige Angaben machen zu können, solltest du jedes Gratisprodukt samt dem jeweiligen Verkaufspreis dokumentieren, idealerweise in einer Tabelle oder einem einfachen Erfassungstool. Diese Aufzeichnung dient als Nachweis über den Umfang deiner erhaltenen Sachleistungen.
Es gibt jedoch Ausnahmen, bei denen keine Versteuerung notwendig ist:
- Rückgabe nach Nutzung: Sendest du das Produkt nach der Präsentation oder dem Test zurück, entsteht kein steuerpflichtiger Vorteil.
- Pauschalversteuerung durch den Kooperationspartner: Wenn das Unternehmen die Sachzuwendung pauschal mit 30 Prozent versteuert, entfällt die Steuer für dich, solange der Einzelwert pro Geschenk und die Jahressumme je Kooperationspartner die Summe von 10.000 Euro nicht übersteigen.
- Produkte mit geringem Wert: Liegt der Wert unter zehn Euro, gilt der Artikel als sogenannter Streuartikel und bleibt steuerfrei.
Auch wenn du in diesen Fällen keine Einkommensteuer zahlen musst, kann dennoch eine Umsatzsteuer fällig werden, etwa wenn du als Unternehmer tätig bist und keine Kleinunternehmerregelung nutzt. Daher kann eine Beratung durch ein Steuerbüro ratsam sein.
Achte beim Geldverdienen mit Instagram auf geltendes Recht
Wer mit Inhalten auf Instagram Geld verdient, bewegt sich nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch im rechtlich regulierten Raum. Für Creator gelten klare gesetzliche Vorgaben, die sicherstellen sollen, dass Werbung erkennbar bleibt, personenbezogene Daten geschützt werden und geistiges Eigentum respektiert wird. Nur wer sich an diese Regeln hält, kann dauerhaft seriös auftreten und mögliche rechtliche Konsequenzen vermeiden.
Vermeide Schleichwerbung
Schleichwerbung liegt immer dann vor, wenn kommerzielle Inhalte nicht klar als solche erkennbar sind. Beiträge, die Werbung enthalten, aber wie neutrale Empfehlungen oder redaktionelle Inhalte erscheinen, verstoßen gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG, § 5a Abs. 6). Solche Verstöße gelten als unzulässig und stehen auf der sogenannten Schwarzen Liste
der unlauteren Geschäftspraktiken.
Beispiele für Schleichwerbung:
- Werbung, die wie ein offizielles Schreiben oder Behördendokument gestaltet ist
- Beiträge, die wie unabhängige Berichterstattung wirken, aber tatsächlich vom beworbenen Unternehmen stammen
- Inhalte, bei denen die Zusammenarbeit mit der Marke verschleiert wird
Wer Schleichwerbung betreibt, muss mit Abmahnungen, Unterlassungserklärungen und Vertragsstrafen rechnen. Deshalb ist eine klare Werbekennzeichnung unerlässlich.
Impressumspflicht
Ein Impressum ist Pflicht, sobald ein Instagram-Account geschäftlich genutzt wird. Das ist in der Regel bei Influencer-Profilen der Fall – unabhängig davon, ob direkt Umsätze erzielt werden. Gemäß § 5 Absatz 1 des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG) muss das Impressum leicht auffindbar sein (maximal zwei Klicks), vollständige Angaben enthalten und klar als solches gekennzeichnet sein.
Wenn du regelmäßig Videos veröffentlichst und dabei bestimmte Schwellen überschreitest, gelten zusätzliche Anforderungen. Ab einer Veröffentlichung von fünf Videos bei 500 oder mehr Followern oder bei mindestens 500.000 Gesamtaufrufen müssen auch Angaben zur zuständigen Landesmedienanstalt gemacht werden. Diese Regelung betrifft etwa Reels und Videos im Feed.
Werbekennzeichnung auf Instagram
Sobald du ein Produkt kostenlos erhältst oder für die Präsentation eines Produkts bezahlt wirst, musst du den Beitrag als Werbung kennzeichnen. Die Pflicht gilt unabhängig davon, ob es sich um eine direkte Bezahlung, ein Geschenk oder eine andere Form der Gegenleistung handelt.
Empfohlene Begriffe sind Anzeige
oder Werbung
. Diese sollten zu Beginn des Beitrags stehen – und immer in deutscher Sprache. Englische Begriffe und Tags wie #ad
sind in Deutschland nicht ausreichend, können aber ergänzend verwendet werden.
Achte auf Datenschutz
Wer Fan-Kommentare entgegennimmt, ein Kontaktformular anbietet oder Analyse-Tools einsetzt, erhebt personenbezogene Daten – und muss daher eine rechtssichere Datenschutzerklärung bereitstellen. Das gilt auch für die bloße Nutzung von Social-Media-Plattformen, da hier Daten gemeinsam mit dem Anbieter verarbeitet werden.
Die Datenschutzerklärung muss vollständig, transparent und leicht auffindbar sein – insbesondere bei Verlinkung zu Shops oder externen Angeboten.
Weitere rechtliche Pflichten für Instagram-Creator
Über die genannten Punkte hinaus gibt es weitere rechtliche Anforderungen. Dazu gehören unter anderem:
- Beim Veröffentlichen von Inhalten auf Instagram musst du sicherstellen, dass du die nötigen Nutzungsrechte an Musik, Bildern oder Videos besitzt.
- Beim Aufbau einer eigenen Marke ist es wichtig, bestehende Markenrechte zu beachten und gegebenenfalls Schutz für die eigene Marke zu beantragen.
- Inhalte für Kinder unterliegen besonderen Werbebeschränkungen, vor allem bezüglich direkter Kaufaufrufe.
- Das Teilen fremder Inhalte ist nur dann erlaubt, wenn die Quelle dies ausdrücklich zulässt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Urheber Share-Buttons anbietet.
- Bei Verstößen gegen Kennzeichnungspflichten haften nicht nur Influencer, sondern auch kooperierende Unternehmen – selbst bei vorheriger Absprache.
Fazit zum Geldverdienen mit Instagram
Geld mit Instagram zu verdienen, ist möglich – aber kein Selbstläufer. Der Aufbau eines stabilen Einkommens über die Plattform erfordert Ausdauer, strategisches Denken und ein tiefes Verständnis für Zielgruppen, Inhalte und rechtliche Rahmenbedingungen. Wenn du langfristig erfolgreich sein möchtest, solltest du nicht nur auf Reichweite setzen, sondern auf Authentizität, Qualität und thematische Konsistenz.
Es gibt keine Garantie dafür, dass sich dein Instagram-Kanal wie gewünscht entwickelt. Deshalb solltest du nur solche Summen investieren, die du im Falle eines Misserfolgs finanziell verkraften kannst. Gerade Einsteiger im Bereich des Influencer-Marketings sollten umsichtig planen.
Berücksichtigst du die genannten Faktoren, kannst du mit Instagram eine langfristige Einnahmequelle aufbauen – sei es über Affiliate-Links, Produktverkäufe oder Markenkooperationen. Entscheidend ist, kontinuierlich am Profil zu arbeiten, Trends im Blick zu behalten und das Interesse der Zielgruppe zu gewinnen und zu behalten.
Online Geld verdienen
Marketing-Expertin Charleen Cziesla
Charleen hat langjährige Berufserfahrung in den Bereichen digitales Marketing, Social Media und Influencer-Marketing. Sie bereichert unser Team mit ihrem breit gefächerten Wissen zu aktuellen Plattformen, Strategien und Trends.